Geht es dem Kaufhof endlich an den Kragen: Ministerium kündigt Förderungszusage an!

#Völklingen. Unsere Redaktion ist das Thema inzwischen leid – Kaufhof, Citycenter, Abriss in der Innenstadt: Alles Wörter und Wortkombinationen die man mit Pleiten, Pech und Pannen assoziieren kann. Doch es keimt wieder ein Funken Hoffnung: Das Land will kommende Woche seine Abrissförderung schriftlich zusagen!Ich glaube es erst wenn sie anfangen abzureissen!„, Worte die wohl inzwischen jeder Völklinger auf das Thema Kaufhof-Abriss als Antwort geben wird. Doch das Land macht den Völklingern wieder etwas mehr Hoffnung, dass aus leeren Versprechungen nach vielen Jahren des Wartens endlich Taten werden. Laut übereinstimmenden Medienberichten will das Innenministerium der Stadt Völklingen die Genehmigung für den „vorzeitigen Maßnahmenbeginn“ erweilen. Mit dieser Genehmigung ist Geld verbunden, viel Geld! Nur wenn diese Genehmigung erteilt ist können Förderungen angezapft werden, die für kommunale Investutionen eine fundermentale Bedeutung haben: Ohne dieses Geld kann nicht gebaut werden, oder wie in Völklingen nicht abgerissen.

Der Völklinger Zeitplan bleibt ehrgeizig

Wieder ist es der Völklinger Oberbürgermeister, der den Zeitplan strafft: „Ich will keine Woche mehr verlieren.“, wird er von der Saarbrücker Zeitung zitiert. Lorigs Ankündigungen werden von der Bevölkerung jedoch nicht mehr ernst genommen, zu oft folgten seinen Worten keine Taten, allerdings versprach er gerade in Verbindung mit dem Citycenter-Projekt auch Dinge die er selbst garnicht weiter beeinflussen konnte, denn seine Aufgaben hatte er stets erfüllt: Die Baugenehmigungen waren stets schnell und so unbürogratisch wie nur möglich erteilt, städtische Baumaßnahmen die Bedingung für den Bau eines Einkaufzentrums waren, wurden schnellstmöglich umgesetzt – doch die Investoren waren es die am Ende mehrmals scheiterten. So wurden Lorigs Versprechen gebrochen, ohne dass er etwas dagegen tun konnte.

Und jetzt? Im Mai habe die Stadt den Zuschuss der Eurpäischen Union bereits beim Innenministerium beantragt, doch das bereits für den Juli erwartete „Grüne Licht“ blieb aus, berichtet der Rathauschef. Im August erhielt die Stadt dann die Information, dass man eine Formalie noch zu erledigen hätte: Ein „Abkommen“ zwischen Stadt und Ministerium müsse getroffen werden, dazu wurde in der vergangenen Woche der eigentlich noch im Urlaub befindliche Stadtrat zusammengerufen. Mit Erfolg: Dieser entschloss sich bei zwei Enthaltungen und einem nicht Teilnehmenden Mitglied dem Abkommen zuzustimmen. Der Weg zur Genehmigung ist also frei.

Die Ausschreibungsunterlagen liegen bereits in der Schublade

Nun sind wieder andere am Zug, jetzt ist dies das Innenministerium: Kommt kommenden Montag oder Dienstag die Genehmigung im Rathaus an, so könne man die bereits fertige Ausschreibung veröffentlichen, drei Wochen müsse diese dann laufen heißt es aus dem Rathaus. Sind diese drei Wochen vorrüber, werde man die Angebote prüfen, wofür weitere zwei Wochen veranschlagt wurden. Im Anschluss ist wieder der Stadtrat am Zug: Er muss über die Vergabe entscheiden – „mit Glück“ könne dies schon im September passieren. Ist der Auftrag vergeben, so rechnet man von Seiten der Stadt mit rund einem halben Jahr, bis das Gelände von seinen Ruinen befreit ist.

Warnungen aus dem Ministerium

Förderungsprogramme der EU seien komplizierte Angelegenheiten. Kleinste Fehler bei der Auftragsvergabe könnten die Förderung kosten, in Völklingen keine kleine Summe: Von den knapp 3 Millionen Euro, werden bis zu 2,5 Millionen gefördert. Dennoch ist der Oberbürgermeister nicht mehr zu bremsen: Er will keine Zeit mehr verlieren.

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