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Inflationsrate im Saarland steigt auf 0,5 Prozent

#Saarland. Die Verbraucherpreise lagen im Saarland im August 2016 um 0,5 höher als vor einem Jahr. In den beiden Vormonaten wurde nach Angaben des Statistischen Amtes Saarland jeweils ein Anstieg um 0,3 Prozent gemessen. Gegenüber dem Vormonat Juli 2016 hat sich der saarländische Verbraucherpreisindex um 0,2 Prozent auf einen Wert von 107,6 (Basisjahr 2010=100) erhöht.



Zu den Ausgabebereichen mit höherem Preisniveau zählen die Nahrungsmittel mit einem Anstieg um 0,9 Prozent. Für Nahrungsmittel wenden private Haushalte ungefähr ein Zehntel ihres Budgets auf. Teurer wurden hier beispielsweise Fische und Fischwaren (+ 3,1 %). Eier kosteten jüngst im Schnitt 8,5 Prozent und Butter 5,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Bei Obst und Gemüse betrug der Preisanstieg 4,9 bzw. 6,3 Prozent. Kräftige Preissteigerungen gab es beispielsweise bei Zitronen (+ 22,6 %), bei Paprika (+ 17,8 %) und Tomaten (+ 17,2 %). Die Kartoffelpreise sind um 12,1 Prozent gestiegen. Deutlich geringer fiel hingegen der Preisanstieg bei Fleisch und Fleischwaren aus (+ 0,7 %). Die Preise für Brot und Getreideerzeugnisse pendelten sich knapp über dem Vorjahresniveau ein (+ 0,1 %). Diesen Preissteigerungen standen infolge des Erzeugerpreisverfalls bei den Milchproduzenten deutliche Preissenkungen bei Molkereiprodukten gegenüber. Für Frischmilch und für H-Milch zahlen die Konsumenten zurzeit 12,2 Prozent bzw. 14,7 Prozent weniger als im August letzten Jahres. Bei Quark beträgt der Preisvorteil sogar 19,2 Prozent, bei Sahne 17,5 Prozent. Schnittkäse ist um 9,1 Prozent und Weichkäse um 3,4 Prozent preiswerter. Lediglich die Joghurtpreise sind um 5,8
Prozent gestiegen.

Wie bereits im Vormonat lag die jährliche Preissteigerung der Wohnungsmieten an der Saar bei 1,5 Prozent. Mieten machen im Schnitt gut ein Fünftel der Gesamtausgaben von Privathaushalten aus.

Rückläufige Preise wurden im Vorjahresvergleich bei Bekleidung und Schuhen (- 1,0 %) und bei Gütern und Dienstleistungen der Nachrichtenübermittlung (- 0,9 %) gemessen.
Sehr großen Einfluss auf den Verlauf des Gesamtindexes haben nach wie vor die Preise für Heizöl (- 10,1 %) und für Kraftstoffe (- 9,6 %). Ohne diese beiden Positionen hätte die Inflationsrate 0,9 statt 0,5 Prozent betragen.

Die bedeutendste Veränderung binnen Monatsfrist wurde beim Heizölpreis festgestellt, der sich 4,8 Prozent erhöht hat, während der Kraftstoffpreis noch weiter gesunken ist (- 1,5 %).
Für Bekleidung und Schuhe mussten die saarländischen Konsumenten im August 2,8 Prozent mehr aufwenden als noch im Juli.

Hinweis: Eine Inflationsrate (Veränderung des Verbraucherpreisindexes) von 0,3 Prozent bedeutet vereinfacht gesagt, dass ein Verbraucher für einen unveränderten Warenkorb, der vor einem Jahr z. Bsp. 1.000 Euro gekostet hat, heute 3 Euro mehr ausgeben müsste. Dieser Warenkorb beinhaltet nahezu alle Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten gekauft werden. Neben Nahrungsmitteln und Getränken sind Wohnungsmieten ebenso enthalten wie Bekleidungsartikel, Urlaubsreisen oder Friseurdienstleistungen.
Preissteigerungen bei einer Reihe von Gütern stehen stets auch Preissenkungen bei anderen gegenüber. Die Preisentwicklung der einzelnen Güter wird bei der Ermittlung des Verbraucherpreisindexes entsprechend der jeweiligen Ausgabenanteile eines Durchschnittshaushaltes berücksichtigt.
Die Presseinformation enthält vorläufige Ergebnisse der Berechnungen zum saarländischen Verbraucherpreisindex. Endgültige Ergebnisse werden mit dem Statistischen Bericht MI2 im Internet veröffentlicht (
www.statistik.saarland.de). PM Land

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