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Kurzsichtigkeit nimmt weltweit zu

#Saarland. Die Zahl der Menschen mit Sehschwäche wächst: Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit lässt die Sehleistung bei immer mehr Menschen nach. Die am weitesten verbreitete Sehschwäche ist dabei die Kurzsichtigkeit. Prognosen zufolge wird bereits in fünf Jahren jeder Dritte kurzsichtig sein. Und mit der Kurzsichtigkeit steigt auch das Risiko an anderen Augenerkrankungen zu erkranken – beispielsweise dem grünen Star.



Immer mehr sind auf Sehhilfen angewiesen

Seit einigen Jahren steigt die Zahl der Menschen, die an Kurzsichtigkeit leiden, kontinuierlich an. Das ist in Deutschland der Fall, in Lateinamerika und ganz besonders in Asien. Die Sehschwäche tritt dabei oftmals schon im Kindesalter auf. 2015 wurden auf einem Kongress der Deutschen Ophthalomogischen Gesellschaft (der wissenschaftlichen Fachgesellschaft für Augenärzte in Deutschland) neue Zahlen vorgestellt. Laut diesen sind in Deutschland bereits 35 bis 40 Prozent der Bevölkerung kurzsichtig – mit steigender Tendenz. Es überrascht folglich nicht, dass die Optik-Branche boomt: Denn um wieder scharf sehen zu können, bleibt vielen Deutschen nur der Gang zu Optikern wie Fielmann. Wenn man Objekte in der Ferne zunehmend undeutlich und verschwommen sieht, kann der Fachmann dann über einen Sehstärkentest feststellen, ob eine Kurzsichtigkeit vorliegt.

In Asien sieht es übrigens noch deutlich schlechter aus als in Europa: Erhebungen zufolge sind in China und Korea knapp 95 Prozent der Bevölkerung kurzsichtig.

Mediennutzung – eine Ursache für Kurzsichtigkeit

Kurzsichtigkeit ist bei vielen Menschen auf genetische Veranlagung zurückzuführen. Das erklärt aber nicht die Ursache dafür, dass seit einigen Jahren immer mehr Menschen kurzsichtig werden. Denn unsere Gene haben sich schließlich nicht innerhalb weniger Jahrzehnte verändert. Hauptursächlich dürfte daher der allgemeine Wandel im Arbeits- und Privatleben sein: Denn in den wohlhabenden Industrieländern verbringen die Menschen immer mehr Zeit in geschlossenen Innenräumen. Dort schauen sie auf die Bildschirme von Fernseher, Computer oder Smartphone. Eine intensive Mediennutzung fängt bei vielen bereits im Kindesalter an. Also in dem Alter, in dem das Auge am stärksten wächst und sich an seine Umgebung anpasst.

Beim regelmäßigen Blick auf das Smartphone oder den PC-Monitor stellt sich das Auge auf die kurze Entfernung ein. Der Augapfel wächst dann in die Länge, um auf der Netzhaut ein schärferes Bild zu erzeugen. Diese Anpassung geschieht leider zum Nachteil der Fernsicht: Eine Kurzsichtigkeit entsteht. Gleiches passiert übrigens auch beim Lesen von Büchern. Augenärzte empfehlen daher, Kinder jeden Tag für mindestens zwei Stunden zum Spielen nach draußen zu schicken. Dort schauen sie öfter in die Ferne und bekommen überdies jede Menge Tageslicht ab. Das Tageslicht führt zu einer Ausschüttung von Dopamin, auch als Glückshormon bekannt. Und Dopamin kann im Auge das Längenwachstum verhindern und so die Entwicklung von Kurzsichtigkeit hemmen.

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