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Neubau der Rosseltalbrücke der A620 – Parallele Bahnlinie zur Entlastung nutzen! VCD und IGWRB fordern Kehrtwende bei Infrastrukturinvestitionen

#Völklingen. Die Berichterstattung der Medien über einen Neubau der Rosseltalbrücke der A620 lenkt erneut den Blick auf ein grundlegendes Problem saarländischer Verkehrspolitik: Sie setzt so einseitig auf den Straßenverkehr, dass die Straßeninfrastruktur bautechnisch überlastet ist. Das Brückendesaster zeigt dies symptomatisch. Diese Schwierigkeiten setzten sich fort, wie nun an der Diskussion zum Neubau auch Rosseltalbrücke in Völklingen zu beobachten ist.



Bis die Saarbahn nach Völklingen kommt werden noch Jahre vergehen (Foto: Hell)
Bis die Saarbahn nach Völklingen kommt werden noch Jahre vergehen (Foto: Hell)

Dabei dürften deren Nutzer die parallel zur A620 verlaufenden Schienenstränge kaum übersehen können. Welche Entlastung können sie bringen? Warum werden sie nicht genutzt? Warum zögert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes mit der Umsetzung eines Projektes –  dessen Machbarkeit bereits gutachterlich belegt wurde – für den grenzüberschreitenden Schienenverkehr, welches auch die Reaktivierung der Warndt- und Rosseltalbahn sowie der Bisttalbahn beinhaltet?
Diese Reaktivierungen würden den über 24 000 PKW-Fahrern, die täglich in Völklingen auf die Autobahn drängen, eine Alternative bieten. 40 000 Kfz befahren zudem täglich die Rosseltalbrücke. Aus diesem Potential kämen zusätzliche Nutzer. Die Brücke könnte durch die Bisttalbahn sehr wirksam entlastet werden.

Der grenzüberschreitende Schienenverkehr mit den Linien sowohl über Großrosseln – Forbach als auch über Überherrn – Creutzwald – St. Avold nach Saarbrücken könnte auch im Güterverkehr genutzt werden.

So ist z. B. die Firma Mosolf in Überherrn an dem Betrieb eines Containerterminals in Überherrn interessiert. Dieser würde  zusätzlichen Frachtverkehr auf der Strecke nach Saarbrücken bringen, die Straßen und die Umwelt entlasten und Wirtschaftlichkeit der Strecke erhöhen. Über eine finanzielle Beteiligung der Firma Mosolf war auch schon einmal in der „SZ“ berichtet worden.

Die Wiederaufnahme des parallelen Schienenverkehrs bedeutete für die A620 eine erhebliche Entlastung; der Neubau der Rosseltalbrücke könnte mit weit geringeren Beeinträchtigungen erfolgen oder sogar vermieden werden. Auch bei den Kosten besteht bei grenzüberschreitender Ausrichtung des Schienenverkehrs der Lichtblick umfangreicherer Förderung durch die Europäische Union. Bei derartigen Fördergeldern hat das Saarland noch ein besonders ausgeprägtes Entwicklungs­potenzial aus Sicht von VCD und IGWRB.

Die Bürgerverbände IGWRB und VCD fordern die saarländische Landesregierung auf, in der Infrastrukturentwicklung endlich umzulenken und die EU-Förderpotenziale nachhaltig auszuschöpfen.

Das  Saarland darf auf 519 Mio. € Fördergelder der EU für dieses Projekt nicht verzichten? (PM IGWRB)

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