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Die freiwillige Feuerwehr Völklingen – Das Löschwesen im Stadtteil Luisenthal – LBZ III

Freiwillige Feuerwehr Luisenthal
Freiwillige Feuerwehr Luisenthal

25. Juli 1872:
Gründung der freiwilligen Feuerwehr Völklingen.
Es wurden unter Bürgermeister Jakob Kühlwein zwei Löschzüge gebildet: Einer in Völklingen, sowie einer in Obervölklingen.
Zu dieser Zeit existierte in Völklingen allerdings auch noch die Pflichtfeuerwehr. (XIX.)

1874:
Die Gemeinde Luisenthal erhält eine Abprotzspritze der Fa. Metz. (XIX.)

1903:
Bis zuletzt wurden zur Wasserbeschaffung Eimer benutzt, nun begann man in und um Völklingen mit der Verlegung von Wasserleitungen:
Völklingen verfügt über 99 Hydranten, Wehrden über 45, Luisenthal über einen – alle anderen Stadtteile hatten noch keinen Wasseranschluss. (XIX.)

1909:
Eine Anfrage von Branddirektor Kniebe ergab, dass aktuell die Grubenwehr zur Hilfe eilt wenn es im damaligen Obervölklingen brannte, alarmiert wurde sie durch eine Sirene auf der Flaschenfabrik Wagner & Co. Es folgte die Gründung der freiwilligen Feuerwehr Luisenthal bei einer Versammlung im Lokalpeters. (LXXX. vom 10.08.1999)

1910:
Großübung der Löschzüge der Bürgermeisterei Völklingen in der Saarstraße. Es wurden zwei Anstellleitern eingesetzt. (feuerwehr-voelklingen.de)

1911:
Eine Feuermeldestelle löst das Sturmleuten der Kirchenglocken als Alarmierungssignal ab. (LXXX. vom 10.08.1999)

1920er Jahre:
In Völklingen existieren nur drei Sirenen zur Alarmierung der Feuerwehren: In den Stahlwerken Röchlings, auf der Kesselanlage des Richardschachtes in Luisenthal, sowie auf dem Gelände der Fenner Glashütte (XIX.)

1936:
Bis ins Jahr 1936 wurde die Feuerwehr von einem Hornist alarmiert, der nun der Technisierung weichen musste. (LXXX. vom 10.08.1999)

Feuerwehrhaus Luisenthal 1936
Feuerwehrhaus Luisenthal 1936

1939-40:
Während der Evakuierung sicherten Feuerwehrleute aus Heusweiler den Ort. (LXXX. vom 10.08.1999)

1944:
Die Feuerwehr wird aufgelößt. Den Brandschutz übernimmt die Berufsfeuerwehr Saarbrücken und der Löschzug Dudweilers. (LXXX. vom 10.08.1999)

1951:
Anschaffung einer DL 22 (22 + 2 Meter Höhe) in Völklingen für 1.200.000 Franc (LXXII.). Sie war bis 2003, davon 34 Jahre in Luisenthal als Florian Völklingen 03/32, im Dienst. Danach parkte sie bei einem Liebhaber in Luisenthal und wurde anschließend bis zum 15. September 2016 aus den Augen verloren: Zu diesem Datum steht sie in Dußlingen zum Verkauf.

Völklingens zweite Drehleiter: Eine DL 22 auf Magirus-Deutz S3500 Fahrgestell von 1951 © Stadt Völklingen
Völklingens zweite Drehleiter: Eine DL 22 auf Magirus-Deutz S3500 Fahrgestell von 1951 © Stadt Völklingen

1954:
In Luisenthal wurde ein neues Gerätehaus bezogen, wobei noch kein Fahrzeug zur Verfügung stand: Alle Geräte mussten mit Handkarren zur Einsetzstelle befördert werden. (feuerwehr-voelklingen.de)
Bis der Neubau bezogen werden konnte, musste die Feuerwehr zwischenzeitlich in eine Notunterkunft, einem alten Lager, ausweichen, denn das alte Gerätehaus musste dem Bau der Jahnschule weichen. (LXXX. vom 10.08.1999)

1957:
Aus dem Verwaltungsbericht der Stadt Völklingen für 1957:
Feuerlöschwesen
(…) Mit dem Kauf einer modernen Tragkraftspritze 8 und einer durch die Firma Fenner – Marmeladen-Fabrik KOLB der Stadt geschenkten Tragkraftspritze 8 konnten die Außenlöschzüge der Stadtbezirke Fürstenhausen und Luisenthal mit Feuerlöschpumpen ausgerüstet werden. (…)

1961:
Die Feuerwehr Luisenthal erhält ein gebrauchtes LF 16 Baujahr 1942. (feuerwehr-voelklingen.de)

1965:
In Luisenthal wurde das alte LF 16 durch ein neues LF 8 TS abgelöst. (feuerwehr-voelklingen.de)
Da im Feuerwehr-Magazin von 01/1996 von zwei in Dienst gestellten TLF 8 auf Mercedes-Benz Unimog (beide Baujahr 1965) berichtet wird, die 1996 beide in Wehrden stationiert waren, kann man davon ausgehen, dass vielleicht eines dieser Fahrzeuge direkt in Wehrden stationiert wurde, und das zweite zunächst in Luisental seinen Dienst antrat.

1969:
Die DL 22 der Stadt Völklingen wird nach Luisenthal versetzt. (feuerwehr-voelklingen.de)

Die Drehleider kommt nach Luisenthal © Fam. Jungbluth
Die Drehleider kommt nach Luisenthal © Fam. Jungbluth

1977:
Aufteilung der Feuerwehr in Löschbezirke. (feuerwehr-voelklingen.de)
Die freiwillige Feuerwehr Völklingen verfügt nun über folgende Löschbezirke:

– LBZ I (und II) Völklingen (Stadtmitte)
– LBZ III Luisenthal
LBZ IV Wehrden
LBZ V Fürstenhausen
LBZ VI Geislautern
LBZ VII Ludweiler
LBZ VIII Lauterbach

1987:
In Luisenthal wird ein neues LF/TLF 8-8 stationiert, es handelt sich um einen Mercedes Benz 814/Ziegler. Rufname: Florian Völklingen 03/42. (feuerwehr-voelklingen.de)
Zur geleichen Zeit wurde der LF 8 dem LB Lauterbach zugeteilt. (LXXX. vom 10.08.1999)

1993:
Es wird festgestellt, das im Gerätehaus der Feuerwehr Luisenthal bauliche Veränderungen nicht mehr möglich sind – daher wird ein Neubau in Erwägung gezogen. (LXXX. vom 22.05.1993)

1996:
Die freiwillige Feuerwehr Völklingen verfügt über 250 aktive Feuerwehrleute in acht Löschbezirken, diese sind wie folgt den Löschbezirken zuzuordnen:

– LBZ I Stadtmitte: 65
– LBZ III Luisenthal: 25
– LBZ IV Wehrden: 30
– LBZ V Fürstenhausen: 30
– LBZ VI Geislautern: 27
– LBZ VII Ludweiler: 35
– LBZ VIII Lauterbach: 35
Die Jugendwehr umfasst 65 Kinder zwischen 10 und 16 Jahren, davon 15 Mädchen – nach damaliger Erfahrung bleiben davon rund 30% der Feuerwehr treu. Sieben Hauptamtliche Gerätewarte sorgen für die Einsatzbereitschaft, sowie die Besetzung der Zentrale. (LXXII.)

1999:
In Luisenthal wird ein neues Gerätehaus gebaut. Es wird an die alte Jahnschule angebaut – beim Richtfest berichtet der damalige OB Netzer stolz über bisher 3100 Stunden Arbeitsleistung hin – auch sei man froh über die Unterstützung einheimischer Firmen, ohne die das Projekt nicht möglich wäre.(LXXX. vom 06.12.1999)

Feuerwache Luisenthal
Feuerwache Luisenthal

2000:
Nach über 11000 Stunden Eigenarbeit konnte die Luisenthaler Wehr in ihr neues Gerätehaus einziehen. (LXXX. vom 10.08.2000)

2003:
Die alte DL 22, zwischenzeitlich zur DL18 verkürzt, Luisenthals muss nach über 50 Jahren im vollen Feuerwehrdienst ausgemustert werden. (feuerwehr-voelklingen.de) Das Fahrzeug gelang später in Privatbesitz und wurde aufwendig restauriert.

2004:
In Luisenthal werden neue Boote stationiert. OB Lorig übergibt einen Trailer mit drei Rettungsbooten aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Die Boote sind 4,60 Meter lang und 2,15 Meter breit. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf 35700 Euro. (LXXX. vom 22.01.2004)

Löschgruppenfahrzeug LF 10/6 Iveco EuroFire tector FF 100E21 W
Löschgruppenfahrzeug LF 10/6 Iveco EuroFire tector FF 100E21 W

Außerdem konnte im Dezember ein Löschgruppenfahrzeug LF 10/6 Iveco EuroFire tector FF 100E21 W (Magirus-Aufbau) in Dienst gestellt werden. (LXXX. vom 01.12.2004)

2014:
Der Besitzer der alten Drehleiter verstirbt im Januar, wo das Fahrzeug seine Zukunft fand entschließt sich unserer Kenntnis.