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Sieg des Willens: Dem 1. FC Saarbrücken ging gegen den FC Nöttingen ein Licht auf!

#Völklingen/#Saarbrücken. Die gestrige Regionalligapartie im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion kostete die Zuschauer vor allem eines: Nerven! Nach 45 Minuten stand es plötzlich 0:1, eine Situation die es im vorherigen Heimspiel gegen Pirmasens auch gab. Doch die Gastgeber aus der Landeshauptstadt zeigten ihren Willen.



Der FC Nöttingen kam mit großem Respekt ins Saarland: Vier Spiele, 3:13 Tore, null Punkte – wenn der FC Nöttingen in dieser Saison der Regionalliga Südwest bislang auswärts angetreten ist, gab es für sie nichts zu holen. Die Lila-Weißen wussten bereits zuvor: Die Aussichten sind nicht rosig, aber wer keine Hoffnung hat muss gar nicht erst antreten. Die Reise ins Saarland trat die Elf aus dem Ort bei Remchingen unter dem Motto „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ an. Vielleicht kann der Aufsteiger einen seiner guten Heimauftritte mal in der Fremde wiederholen?

Saarbrücken personell geschwächt

Im Gegensatz zu Dirk Lottner, kann der Trainer der Gäste aus dem Vollen schöpfen, Saarbrücken fehlt neben dem gesperrten Peter Chrappan David Salfeld zwischen den Pfosten vor allem der Kapitän Manuel Zeitz. Zum Anpfiff änderte Lottner seine Startelf auf einer Position: Daniel Döringer rückte für Sven Sökler ins Team und kam zum zweiten Mal in dieser Spielzeit von Beginn an zum Zug.

Saarbrücken will etwas mehr

Das Geschehen spielte sich vom Anpfiff weg meist in der Hälfte der Gäste ab. „Es war ein schwieriges Spiel für uns, gegen eine Mannschaft, die mit einer Fünferkette um den Sechzehner und einer Viererkette davor agiert hat. Deshalb war es für uns in der ersten Halbzeit dieses typische Spiel gegen eine gut organisierte Mannschaft, die tief steht. Das ist nicht leicht. Da musst du Geduld haben, Passgenauigkeit haben und durch den vielen Ballbesitz darfst du nicht zu offen werden, um in die Konter zu laufen. Und ja, ich kann mich da nur wiederholen, wir sind weiterhin im Lernprozess und haben mit dem Halbzeitpfiff wieder gelernt, dass man einfach keine Fehler machen darf. So gehen wir mit einem Rückstand in die Halbzeit, wo du eigentlich denkst, wie kann das passieren?“, fasste Lottner nach dem Spiel zusammen was geschah.

Einer der wenigen Angriffe der Gäste (Foto: Hell)
Einer der wenigen Angriffe der Gäste (Foto: Hell)

Die Blauschwarzen fanden kein Mittel die Nöttinger Defensive zu überwinden, im letzten Moment war immer irgend jemand im Weg oder es fehlte die Zielgenauigkeit. Zwar spielten die Saarbrücker nicht so drückend wie gegen FK Pirmasens, doch auch gestern hatten sie auch in der ersten Halbzeit bereits einiges mehr vom Spiel als der Gegner. Die zurecht wieder kritisierte Chancenausbeute wurde auch gestern wieder Sekunden vor dem Pausenpfiff bestraft: Nöttingen lehrte dem FCS was Effektivität bedeutet!

Plötzlich Jubel bei den Männern in Neongelb: Nöttingen führt mit 0:1 (Foto: Hell)
Plötzlich Jubel bei den Männern in Neongelb: Nöttingen führt mit 0:1 (Foto: Hell)

Nach einem Ballgewinn ging es zielstrebig über die rechte Seite. Eray Gür flankte auf Leutrim Neziraj und der markierte die Gäste-Führung. Da war er wieder: Der Rückstand zur Pause. Pfiffe halten mit dem Pausenpfiff durch das Hermann-Neuberger-Stadion, kaum zu verstehen! Wollte man in Saarbrücken doch dieses Jahr Aufbauarbeit leisten um nächste Saison dem Aufstieg entgegen zu Spielen!

FCS im Vorwärtsgang

Auch gestern zeigten die in weiss spielenden Gastgeber, dass sie das Spiel nicht verlieren wollten – die Pfiffe der Fans sollten durch Leistung wieder vergessen gemacht werden. Schmidt, Holz, Behrens: Chancen gab es, doch es dauerte bis die Angriffswelle ihre Früchte trug. Nach einer  vergebenen Großchance der Gäste – Bilinger wusste frei vorm Tor nicht was er mit dem Ball anfangen sollte und verzog zur Freude der FCS-Fans – stellte Lottner um. Mendler kam für Wenniger ins Spiel, auf dem Platz wurden einige Positionen getauscht.

Nach über einer Stunde klappt es endlich

In der 66. Minuten klappte es dann endlich mit dem Ausgleich: Zunächst blockte die Nöttinger Defensivreihe noch tapfer den Ball, doch Döringer bugsierte die Kugel im Nachschuss aus 16 Metern in die linke untere Ecke. Der noch etwas verlegen bejubelte Ausgleich!
13 Minuten später klingelte es wieder: Behrens machte sich Platz, bugsierte die Kugel ins Netz! Die Führung! Nun ist der Jubel groß – verhallt aber binnen Sekunden – Nöttingen zeigt, dass das Spiel noch lange nicht entschieden sein soll, kommt über rechts: Bilinger bekommt den Ball zentral und bugsiert den Ball zum Ausgleich ins Netz hinter Cymer. Entsetzen im ganzen Stadion!
Der Jubel über die Führung hält nicht lange an.... (Foto: Hell)
Der Jubel über die Führung hält nicht lange an…. (Foto: Hell)

Tore im Minutentakt

Doch es soll nicht bei 4 Toren bleiben, die Saarbrücker spielen auf Sieg und belohnen sich verdient für ihren Kampf:  Behrens köpfte nach Mendler-Flanke Richtung Tor. Schmidt wuchtete sich in den Ball und drückte ihn zum 3:2 über die Linie (85.).
Hahn macht per Elfmeter den Deckel drauf (Foto: Hell)
Hahn macht per Elfmeter den Deckel drauf (Foto: Hell)

Der Deckel war damit aber noch nicht drauf. Cymer bewahrte die Blau-Schwarzen wieder mit einer starken Parade vorm neuerlichen Ausgleich. Auf der anderen Seite dann die Vorentscheidung: Nach einem Foul an Behrens war es dann Alexander Hahn, der den Schlusspunkt setzte: Den fälligen Elfmeter verwandelte er souverän zum 4:2 Endstand.

Gästetrainer lobt Team trotz Niederlage

Dubravko Kolinger, Trainer FC Nöttingen, nach dem Spiel: „Wir mussten nach dem Spiel noch mal klar im Kopf werden. Wenn man sieht unter welchen Bedingungen wir arbeiten. Meine Jungs waren heute morgen noch in der Firma oder an der Uni. Von daher muss ich den Hut vor meinen Mannschaft ziehen. Unser Plan ist lange aufgefangen, wir hatten die Sache eigentlich im Griff. Dann kriegen wir den den Ausgleich und ab da ist das Spiel verrückt geworden. Nach dem Rückstand haben wir es gut gemacht, aber danach nicht clever genug. Glückwunsch nach Saarbrücken.

„Ich bin sehr erleichtert, dass wir das Spiel noch gewonnen haben. […]  Deswegen [Anm.: Wegen des Rückstands zur Halbzeit] bin ich froh, dass die Mannschaft in der zweiten Halbzeit in der Lage gewesen ist, nochmal einen Gang hochzuschalten, zwingender zu werden, noch mehr die Räume und Tiefe zu suchen, sich noch mehr zu bewegen, auf einem tiefen, schwer bespielbaren Boden. Was dann in den letzten Minuten passiert ist, das macht den Fußball aus. Wenn du als Sieger vom Platz gehst, hast du Spaß an der Backe. Wenn das 3:3 fällt, was möglich gewesen wäre, sitzt du hier voller Trauer. Deswegen bin ich froh, dass wir das Spiel am Ende gewonnen haben“, so Lottner.

Zur Halbzeit wurden sie ausgepfiffen, nach dem Spiel gefeiert: Die Stimmung der Fans ist noch nicht gefestigt! (Foto: Hell)
Zur Halbzeit wurden sie ausgepfiffen, nach dem Spiel gefeiert: Die Stimmung der Fans ist noch nicht gefestigt! (Foto: Hell)

So spielten sie

1. FCS:
Cymer – Müller, Hahn, Rau, Wenninger (63. Mendler) – Mendy, Holz, Döringer, Studtrucker (86. Meyer) – Behrens, Schmidt (88. Steiner)
FCN:
Kraski – Frank, Kolbe, Zachmann, Fuchs, T. Brenner – Bilger, Hecht-Zirpel (66. Schenker), Bräuning (86. Schürg), Gür – Neziraj (78. Maggio)
Dank fünf zusätzlichen Flutlichtmasten gab es mit der Sicht im Hermann-Neuberger-Stadion keine Probleme (Foto: Hell)
Dank fünf zusätzlichen Flutlichtmasten gab es mit der Sicht im Hermann-Neuberger-Stadion keine Probleme (Foto: Hell)

So geht es weiter

Am Wochenende hat der 1. FC Saarbrücken an seinem 11. Spieltag spielfrei. Zum 12. Spieltag empfängt der 1. FCS die Eintracht aus Trier, die sich wegen ausbleibendem sportlichen Erfolg (mit 5 Punkten aus 10 Spielen auf dem letzten Tabellenplatz) gestern von ihrem Trainer Rubeck getrennt hat.

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