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Grube Geislautern – Die Wiege des Kohlenabbaus links der Saar

1572:
Zwar werden Steinkohlen schon in der Belehnungsurkunde für das Geislauterner Eisenwerk vom 29. Dezember 1572 genannt, doch bezieht sich die Stelle in der Urkunde nicht direkt auf Geislautern. Weswegen dies nicht durch jeden als Beweis gesehen wird. (SZ 1953)

1604:
Ein Teil des zum Geislauterner Bann gehörigen Hofbereichs wird abgetrennt zur Gründung der Hugenottengemeinde Ludweiler (LVIII. S.15) Mit Erlaubnis des Landesherrn beginnt der Abbau von Erz.

1615:
Erwähnung in einer Liste der Kohlengräberei der Grafschaft Saarbrücken vom Jahre 1615 ausdrücklich erwähnt (G. Schuster: 200 Jahre Bergbau an der Saar)

1618-1648:
Geislautern wurde im Dreißigjährigen Krieg – wie die übrigen Dörfer des Völklinger Hofes – fast völlig zerstört und entvölkert.

1621:
Um Pfingsten 1621 zeigen Johann Sorg und fünf Genossen von Geislautern dem Grafen Ludwig von Saarbrücken an, daß auf ihrem Gute durch Erzknappen der Eisenhütte Steinkohlen gefunden wurden. Sie bitten den Grafen, ihnen selbst das Graben von Steinkohlen gegeben eine jährliche billige Abgabe zu gestatten. Sie wünschen vorsichtshalber auch um eine schriftliche Erlaubnis. Die gräfliche Verwaltung möge ihnen „schriftlichen Schein“ darüber ausstellen. Das Bittgesuch des Johann Sorg und seiner Genossen ist zum größten Teil abgedruckt in dem Buche von Anton Haßlacher über die Geschichte des Saarbrücker Steinkohlenbergbaues 1884 und 1904. Die „Vnderthänige Supplikation vnd dömuthige Bitt“ lautet:
„Hochwohlgeborner Grave, E.Gn. (Euer Gnaden) seyen Vnsser Vnderthänig, vor Pflicht, Schuldtwillige dienst, jederzeit nach Eisserstem Vermögen gehorsamlichen Zuvor, gnediger Grave und Herr. Dero Gnaden Endtssbenannte Arme Vnderthanen, Können wir in Vnderthänigkeit Klagent vnangezeigt nicht lassen, wie dass die Ertz Knappen Michael gabriel und vnd sein Mitgesell In vnserm Schäfftgültigen Gut zu Geysslautern oben ahn der Eysenhütten In einem Rodtbösch ahm Klop genannt, Eissenertz zu graben gesucht, aber Keines, sondern Steynekolen gefunden, derselben Etliche wagen voll gegraben vnd verkaufft, vnd vff Bevelch dess Herrn Oberhauptmanns Ihnen Knappen von unserm Schäfftgültigen Guth zu Geysslautern gebothen worden wehre, Sie nicht von den Kohlen abelassen hetten. Dieweil wir dann von vnserm Schäfftgültigen Guth Näher als ein frembter, die Kohlen zu graben, vnd Er.Gn. einen daruff gesetzten billigen Zins Järlichen darvon zu geben vnderthänig gehorsam willig seind. Also gelangt ahn Ew.Gn. vnser vnderthänig Hochflehentlich vmb Gottes willen bitten, Die wollen unss Arme vnderthanen die Kohlen zu graben, vnd einen Järlichen billigen Zinss daruff schlagen, vor andern frembten gnedig gönnen, Vnd auch Schriftlichen Schein darüber Mitzutheilen auss Gnade Verordnen, Hirmit Ew.Gn. vnss zu Gnädiger willfahrung vnderthänig Empfelendt vnd auch einer Gnädigen tröstlichen Antworth Erwarthendt….“
(Erläuterung: Der „Schafft“ ist eine Art Steuer, sind Abgaben, die für den Besitz von Grund und Boden entrichtet werden mußten)
Die Bittsteller erhielten von der gräflichen Verwaltung Bescheid, daß sie als Eigentümer vor allen anderen berechtigt seien, die Kohlen zu graben. Anscheinend hatte das Antwortschreiben der Herrschaft an Sorg wenig Erfolg, denn Sorg und seine Genossen wandten sich in dieser Angelegenheit mehrmals an den Grafen. Ob ihre Bittgesuche wirklich Erfolg hatten, ist aus den vorhandenen Schriftstücken nicht ersichtlich. Schon im Jahre 1622 zeigt ein Förster namens Schyra dem Grafen eine Grube bei Geislautern untertänigst an und bittet um Betriebserlaubnis. In den Akten jener Jahren ist auch ein Supplick (Bittgesuch) eines Simon Mußler um die Erlaubnis, eine bei Geislautern entdeckte Grube ausbeuten zu dürfen. (SZ 1953)

1672:
In dem Geislauterner Renovaturprotokoll vom Jahre 1672, durch das die Besitzverhältnisse des Geislauterner Bannes neu geregelt wurden, fand sich kein direkter Hinweis für Kohlenbergbau in Geislautern. Zwar wird die Flurbezeichnung mit dem Namen „der Kohlzippel“ erwähnt, doch ist fraglich, ob es sich bei Kohl um Kohlen oder um das Gemüse handelt. (SZ 1953)

1730:
Die große Rheinkarte des Henry Sengre verzeichnet Geislautern als „Keisloutre“.
Die Geislauterner Schäferei besteht noch. Ihr Besitzer ist der Wirt Haldy, Saarbrücken . Die Herde zählt 300 Schafe.
2 Steinkohlengruben sind in Betrieb. Ein neues Hammer werk ist geplant (LVIII. S.19) Geislautern zählt 12 Haushalte.

1750:
Am 23. November 1750 legte Hofkammerrat Heus dem Fürsten den Plan zur Übernahme der Gruben vor, um sie auf herrschaftliche Rechnung zu betreiben. (SZ 1953)

1751:
Die Grube Geislautern wurde verstaatlicht. (SZ 1953)

1754:
Durch Verordnung des Fürsten Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken vom 27. November 1754 wurde angeordnet, daß „Niemand in Zukunfft eine Steinkohlengrube eröffnet, noch viel weniger daraus Stein-Kohlen, bey 100 Reichs.Thaler Straff verkauffet“. (SZ 1953)

1766:
wurde den Untertanen der Grafschaft verbilligte Hausbrandkohlen bewilligt. Dieser Brauch hat sich bis in unsere Zeit erhalten. Es sind die Gemeindeberechtigungskohlen. (SZ 1953)

1769:
wurde eine Bruderbüchse für die Bergleute sämtlicher landesherrlicher Gruben ins Leben gerufen. An Beiträgen wurde von jedem in Arbeit stehendem Bergmann ein Kreuzer auf je eineinhalb Gulden Lohn erhoben. Aus der Bruderbüchse hat sich allmählich die Saarbrücker Knappschaft entwickelt. (SZ 1953)

1773:
Sieben Bergleute förderten in zwei Stollen Steinkohle. Diese Stollen lagen in der Gegend des heutigen Friedhofes und in Richtung Kloppwald.
1779 lag die Fordermenge bei 950,5 t Kohlen
1785 lag die Fördermenge bei 1.030,5 t
1790 lag die Fördermenge bei 1.710 t

1779:
Die Grube Geislautern fördert 950,5 t Kohlen (XL. S.45)

1785:
Die Grube fördert ca. 1030,5 t Kohlen (XL.s. 45)

1794:
Am 15. August 1794 beklagt Savoye sich über die dienstverpflichteten Bergleute: „Der Bürger Chretien meldet mir, daß es ihm nicht gelingt, sie zur Aktivität zu bringen.“
Er kommt auf dieselbe Frage am 11. Oktober 1794 zurück: „Die Ausbeutung der Grube von Geislautern ist noch nicht in der gewünschten Qualität. Der Bürger Chretien hat melden müssen, daß er nur 13 Bergleute in Arbeit hat und daß die anderen sich hartnäckig weigern, der Dienstverpflichtung zu folgen. Soweit und solange Zeit die Bergleute außerhalb der französischen Posten sind und die Commissare der ausübenden Gewalt uns nicht zu Hilfe kommen, wird es den Unsern nicht möglich sein, die für die Hochöfen notwendigen Kohlen graben zu lassen. Die Nähe der militärischen Operationen ist die Ursache des Übels.“ (SZ 1953)

1797:
Die französische Regierung, deren Truppen seit 1793 die Grafschaft Saarbrücken besetzt hielten, erklärte die Grube und die Eisenhütte Geislauten zu Staatsdomänen.

1802:
Napoleon ordnet die Errichtung einer Berg- und Hüttenschule in Geislautern an (LVIII. S.27)

1807:
Die auf Anordnung Napolenos eingerichtete Berg- und Hüttenschule Geislautern übernahm die Grube und die Hütte.
Der Bau der Schulanlage, in Geislautern später als „Schloss“ bekannt, blieb bis 1815, als die Preußen Frankreich in der Herrschaft an der Saar ablösten, unvollendet; 1945 wurde das „Schloss“ vermutlich durch Brandstiftung zerstört.(LVIII. S.88) Als Direktor der Geislauterner Berg- und Hüttenschule wurde Jean Baptist Duhamel bestellt, der bemüht war primitiven Verhältnisse in den Gruben zu verbessern.

1815:
Durch den zweiten Pariser Frieden (20.11.1815) kam unsere Heimat an Preußen. Die Gruben und mithin auch die Grube Geislautern gelangten in den Besitz des preußischen Staats

1816:
Die Grube liegt gleich neben dem Hüttenwerk, zu dem sie gehört und baut auf drei verschiedenen Flözen von 2, 3 und 5 fuß Mächtigkeit… Das Werk ist mit 39 Mann belegt, welche jährlich 2.500 Fuder Kohlen fördern.“ (SZ 1953)

1819 – 1822:
Fahrversuche mit dem sog. „Geislauterner Dampfwagen“ durch den Geislautern beinahe berühmt geworden wäre. Diese zweite deutsche Lokomotive war für den Einsatz auf dem „Friederiken-Schienenweg“ im Frommersbachtal bestimmt, der zu der Kohleverladestelle Luisenthal führte. Da der Dampfwagen aber in Berlin konstruiert und dann in Einzelteilen an die Saar verschifft wurde, konnte er in Geislautern nicht korrekt zusammengebaut werden; es fehlte an Fachleuten und der entsprechenden Technik. Leider war der Dampfwagen dadurch nicht funktionstüchtig und wurde 1835 in seine Einzelteile zerlegt, die im freien Verkauf nur die lächerliche Summe von 335 Talern einbrachten. Die ursprünglichen Kosten lagen bei 5.132 Talern! Erst 1835 wurde dann der „Adler“ in Fürth als erste Lokomotive in deutschen Landen gefeiert.

Geislauterner Dampfwagen
Geislauterner Dampfwagen

 

1826:
Mit den Erträgen der Geislauterner Grube scheint die Bergbehörden nicht so recht zufrieden gewesen zu sein, denn sie beabsichtigten im Jahre 1826 mit dem Geislauterner Eisenwerk auch die Grube zu verkaufen. Anscheinend fand man jedoch keinen Käufer, und so blieb die Geislauterner Grube im Besitz des preußischen Staates. (SZ 1953)

1827:
Es wurde der Lauterbachstollen angelegt. (SZ 1953)

1829:
1829 zählte die Belegschaft 63 Mann. Dem Abbau der Kohlen durch Stollen waren Grenzen gesetzt. An die tiefer gelegenen Kohlenflöze kam man nicht heran. Das änderte sich mit der Entwicklung der Technik, vor allem mit der Einführung der Dampfkraft. Sie wurde zur Förderung der Kohle und zum Heben des Wassers verwendet. Die meisten saarländischen Gruben gingen in der Zeit nach 1815 zum Tiefbau über. Man teufte von der Erdoberfläche senkrechte Schächte in die Erde. So war es möglich, die tiefer gelegenen Kohlenflöze zu erschließen. (SZ 1953)

1830:
Zeitgenössischer Bericht: „Geislautern, ein Dorf am Rosselbach mit 1 Mühle, 60 Feuerstellen, Steinkohlengruben und einem vormals königlichen Eisenwerk.“

1833:
Die Grube Geislautern ging zum Schachtbau über. Der erste Förderschacht wurde am Rotweg abgeteuft und erreichte 1838 die erste Tiefbausohle. Die Zahl der Bergleute stieg in den kommenden Jahren stetig an.
Geislautern hat 418 Einwohner, 59 Schulkinder im Alter von 5 bis 14 Jahren, 1 Schule, 1 Schulklasse, 1 Lehrer, (XLII. S.147)

1835:
Die untüchtige Dampflok aus Berlin wird als Schrott verkauft. Sie hatte gekbstet 5 132 Taler und wurde verkauft für 335 Taler, 6 Silbergroschen und 7 Pfennige (XL. S.40)

1839:
Bau eines katholischen Schulhauses am „Spitzen Eck“. Für die evangelischen Schulkinder wurde in der Ludweilerstraße von den Gemeinden Wehrden und Geislautern ein gemeinsames Schulhaus errichtet.

In der Grube arbeiten 49 Bergleute (XL. S.46)

1840:
In Geislautern wurde der erste Kokshochofen im Saarland angeblasen, eingesetzt wurde Steinkohle aus der Grube Geislautern.
– Auf der Grube arbeiten 108 Bergleute. (XL. S.46)

1841:
1841 war bei den Gruben des Saarlandes, die zu Preußen gehörten, nur vier Dampfmaschinen in Betrieb, davon zwei in Geislautern, eine zur förderung und eine zur Wasserhaltung. Es ist sicher erstaunlich, daß gerade die Geislauterner Grube mit den neuartigen Maschinen bedacht wurde. (SZ 1953)

1850:
In der Gleislauterner Grube arbeiten 315 Bergleute (XL. S.46)

1855:
Das Eisenwerk Geislautern zählt 271 Arbeiter, die Eberbacher Mühle des Johann Quirin 1, der Kalkofen der Hütte 1, die Erzgrube der Hütte 12, die Kohlengrube 290 Arbeiter (XLII. S. 114)

1856:
1856 wurde mit der Weiterabteufung des Förderschachtes begonnen.

1858:
Die Belegschaften gehen zurück, die des Eisenwerks auf 215, die der Kohlengrube auf 217 Arbeiter. Dagegen beschäftigt die Erzgrube jetzt 19 Arbeiter (XLII. S. 114)

1860:
202 Bergleute auf der Grube (XL.S.46)

1864:
Die zweite Tiefbausohle erreicht.
Auf der Grube Geislautern, die seit 1847 über eine unterirdische Dampfmaschine zur Kohleforderung und Wasserhaltung verfügte, ereignete sich eine Dampfkesselexplosion.

1865:
1865 war auch der Wasserhaltungsschacht bis zur zweiten Tiefbausohle niedergebracht worden. In den Berichten über die Grube Geislautern werden noch eine dritte und vierte Tiefbausohle genannt, doch war nicht festzustellen, wann sie abgeteuft wurden. (SZ 1953)

1874:
Der Kanalstollen wird angehauen.

1876:
Der Kanalstollen führt aus der Grube Geislautern direkt zur Saar-Verladestelle in Geislautern (XL.S. 46)

1886/88:
Das kleine Baufeld und der geringe Kohlevorrat der Flöze der Grube Geislautern gaben Anlaß zu umfangreichen Untersuchungen der Umgebung, um vielleicht das Abbaufeld erweitern zu können. So machte man in den Jahren 1886 und 1888 einen Versuch, durch einen Querschlag nach der Landesgrenze hin die untere Flamm- und Fettkohlenpartie zu erschließen. Ein Querschlag von 1540 m Länge erbrachte keine bauwürdigen Vorräte in dieser Schichtfolge. Man war gezwungen, die verlassene hangende Flöze (Alvensleben, Emil, Otto) wieder aufzusuchen. (SZ 1953)

1889:
435 Mann arbeiten auf der Grube.

1892:
Die Franz.Revolution läßt die Förderung der Grube zurückgehen auf 1.207 t (XL.S. 45)

1899:
Baubeginn des Rosselschachtes, der späteren Grube Velsen.

1902:
Das Jahr 1902 brachte die höchste Fördermenge, die Geislautern je erreichte, nämlich 74152 Tonnen. Jedoch fiel in den nächsten Jahren die Fördermenge immer mehr ab. 1907 machte sie kaum noch ein Drittel der Förderung aus.

© Paul Ganster
© Paul Ganster

1908:
Am 1. April 1908 wurde aus den Gruben Geislautern und Velsen die neue Berginspektion XII geschaffen. Sie hatte ihren Sitz zunächst in Fürstenhausen. Doch nur wenige Monate unterstand die Grube der neugebildeten Inspektion.

Am 1. Dezember 1908 wurde die Grube Geislautern stillgelegt.

Die im „Bergmannsfreund 1908“ veröffentlichte Chronik schließt mit folgenden Sätzen:
„Trotz ihres hohen Alters hat es die Grube Geislautern nie zur rechten Blüte gebracht, jetzt ist sie stillgelegt. Dies war zwar für manchen ein schmerzlicher Abschied von einer liebgewordenen Arbeitsstätte. Der in vollem Aufblühen begriffenen Tochtergrube (Velsen) wurde hierdurch aber ein alter Stamm erfahrener Bergleute zugeführt.“

nach 1908:
Die Anlagen der alten Grube Geislautern beim Rotweg wurden zunächst in Schlafhäuser für Bergleute der Grube Velsen umgewandelt und dann, als 1922/23 nicht weit von der Grube Velsen neue gebaut wurden, zu Büroräumen der Berginspektion XII umgebaut (1926). (SZ 1953)

1926:
Die Französische Grubenverwaltung verlegte die Inspektion XII in die ehemaligen Tagesanlagen der Grube Geislautern am Rotweg. (SZ 1953)

© Paul Ganster
© Paul Ganster

1935:
Die Bezeichnung Berginspektion XII in Steinkohlenbergwerk Geislautern umgeändert. Durch diese Bezeichnung sollte die Erinnerung an die alte Grube Geislautern erhalten bleibe. Von der französischen Grubenverwaltung wurde nach dem zweiten Weltkrieg die alte Bezeichnung XII wieder eingeführt. (SZ 1953)

Das Verwaltungsgebäude der Grube Geislautern
Das Verwaltungsgebäude der Grube Geislautern

1952:
Die Inspektion XII wurde in Grube West umbenannt. Von ihr wurden die Gruben Püttlingen, Ensdorf, Griesborn und Velsen verwaltet. (SZ 1953)

1967:
siedelte die Grube West aus Geislautern nach Ensdorf über. Der Weg zum Verkauf der alten Gebäude wurde nun frei. Land und Stadt erwarben das ehemalige Grubengelände in der Nähe des Rotweges. Das Land erbaute auf dem Gelände das heutige Warndtgymnasium. Etwa sieben Jahre dienten sogar die alten Gebäude als Klassenräume des Gymnasiums. Vorher hatte die Schuhfabrik SERVAS in einem Gebäude ihren Betrieb aufgenommen, jedoch nach nur kurzer Zeit wieder aufgegeben. (SZ 1953)

1978:
Im Februar 1978, nach Errichtung neuer Gebäude für das Gymnasium wurden die Gebäude der alten Schachtanlage abgerissen. Sie waren die letzten Erinnerungen an die alte Grube Geislautern. Wer heute die Anlagen des Warndtgymnasiums betritt und die Straße mit den neuerbauten Wohnhäusern hindurchgeht, ahnt wohl kaum noch, daß er sich in einem alten Industriegebiet Geislauterns befindet. (SZ 1953)

Sportplatz hinter dem alten Verwaltungsgebäude
Sportplatz hinter dem alten Verwaltungsgebäude

An Aschermittwoch wird das alte Direktionsgebäude der Saarbergwerke abgerissen. Das Gelände soll dem Ausbau des schulinternen Sportplatzes und eines Schülerparkplatzes dienen. (SZ 1994)

SZ 1953/1994 = Saarbrücker Zeitung vom März 1953/1994