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Kirche Maria Himmelfahrt in Geislautern

Maria Himmelfahrt in Geislautern aus der Luft © Martin Scheller
Maria Himmelfahrt in Geislautern aus der Luft © Martin Scheller

vor 1906:
Ein Kirchenbau-Sparverein sammelt mit Theaterspielen, dem Verkauf von Losen und durch einfache Spenden für den Bau einer Kirche in Geislautern. Bereits nach zwei Jahren hat der Verein eine Summe von 8350 Mark zusammen, um den Architekten Wilhelm Hector aus St. Johann zu verpflichten.
Dorflehrer Weiler übernahm die Verantwortung und bestimmte die Lage und Stelle des neuen Kirchenbaus, Hector plante ein großes und erhabenes Gebäude für die auserwählte Anhöhe direkt in der Nähe des Dorfes. Hector wählt den neogotischen Stil, der bei Kirchenbauten in dieser Zeit im ganzen Saarland immer wieder Verwendung findet. Dennoch plant der Architekt für den Ort etwas besonderes: Der Turm findet seinen Platz neben dem Chor, das Querschiff ist extrem breit und auch die Eingangsfront spiegelt den Grundsatz der Asymmetrie wieder: Nur auf der rechten Seite ziert ihn ein Türmchen.

1906/1907:
Bau der Kirche Maria Himmelfahrt. Die Kirche verfügt über einen außergewöhnlichen Grundriss, dennoch schmeichelt sie bis heute dem Auge ihrer Betrachter. Ausgestattet ist die Kirche mit einem hölzernen Hochaltar, der von dem Trierer Künstler Frank im gotischen Stil gestaltet wurde. Er zeigt Szenen aus dem Leben Mariens, von der Prophezeiung Isaias bis zur Himmelfahrt.

Die Seitenältären (Elisabeth und Josef) haben die sog. „Bildstürmerei“ nach den Zweiten Vatikanum überstanden. Die Kanzel hingegen nicht. Die Marienfigur, die früher die Spitze des Hochaltars bildete, hat heute an der linken Stirnseite einen selbstständigen Ort gefunden und ersetzt so einen Seitenaltar. Auf der rechten Seite findet sich eine seltene Hubertus-Figur von 1988, mit Hirschgeweih mit dem Kreuz zu seinen Füßen.

2016:
Wird die Sanierung des  Kirchturms starten. Während der Arbeiten wird der Turm komplett eingerüstet. Dach-, Sandstein- und Fassadensanierung kosten insgesamt etwa 227 000 Euro.