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Das Lauterbacher Wappen

 

Das Lauterbacher Wappen ist im Original grün und silber.
Das Lauterbacher Wappen ist im Original grün und silber.

 

Das Lauterbacher Wappen ist im Original grün und silber.
Links oben zwei gekreuzte, pfeifenähnliche Instrumente (Glasbläserpfeifen), die Glaspfeifen sind ein Hinweis auf den Ursprung Lauterbachs , das auf die Gründung einer Glashütte im Jahre 1707 zurückgeht. Die Glashütte selbst wurde rechts an der Ecke der heutigen Hauptstraße und Köhlerstraße errichtet.
Die Wolfsangel auf dem Wappen ist auf Grenzsteinen das Hoheitszeichen für den Herrschaftsbereich des Fürstentums Nassau-Saarbrücken gewesen. Einen der artigen Grenzstein mit Wolfsangel und der Bourbonen Lilie befindet sich heute beim Warndtdom. Dieser wurde vor Jahren von Mitgliedern des Heimatkundlichen Vereins aus einem Walddistrikt am Warndtweiher dorthin gebracht. Die Wolfsangel ist allerdings nicht auf dem Wappen der Fürstenfamilie zu sehen.
Das Grün, die Grundfarbe des Wappens, versinnbildlicht den Waldreichtum der Region und die Rodung des Waldes zur Gründung des Ortes. Hat heute der Wald seinen hohen Stellenwert, vor allem als Refugium zur Erholung und Freizeitgestaltung, war er für unsere Vorfahren der Gründerzeit über Jahrzehnte Lebens- und Existenz grundlage. Glashütten benötigten für die Herstellung ihrer Produkte Holzhohle und Holzasche (Pottasche), bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Brennmaterial Kohle zur Verfügung stand. Holz benötigte man aber auch für den Hausbrand und zum Bau der Häuser, Stallungen und Scheunen.
Der Wellenbalken, in der Mitte des Wappens besonders hervorgehoben, weist uns auf den Lauterbach hin, der unserem Ort den Namen gab. Damals war der Bach aber noch ein „lauteres“, reines Gewässer. Heute eine übelriechende schmutzige Kloake, spendete er damals mit zahlreichen Quellen und Brunnen Trink- und Brauchwasser für Mensch und Vieh, war für die Glasproduktion unentbehrlich und trieb das Rad einer Mühle am Ende des Dorfes.

Quelle: Edwin Rouget, in PLOPP Nr. 14 11/2002