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Das Grubenunglück vom 7. Februar 1962

Ein nasskalter Februar Tag, der 7. Februar 1962, wird als „schwarzer Tag für den Bergbau im Saarland“ in die Geschichte eingehen.
Der Tag begann trist und trübe, mit Nieselregen. Der Arbeitstag der Frühschicht im Bergwerk Luisenthal begann ganz normal wie gewohnt. Etwa tausend Bergleute machten sich gegen sechs Uhr auf den Weg zu ihrem Arbeitsplatz in die tiefen Schächte des Bergwerks, ein Großteil über den Luisenthaler Richardschacht I. In dem fast 25 Quatradkilometer großen Grubenfeld zwischen Saarbrücken und Völklingen wurde zu dieser Zeit nur auf einem Drittel der Fläche abgebaut. Das Alsbachfeld wurde gerade zum ertragsreichsten Betriebsfeld der Grube Luisenthal, es war der Vorzeigebetrieb der Saarbergwerke.

In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts war Luisenthal nicht nur wegen dieser Produktivität in der Bergbauwelt in aller Munde, auch auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit war das Bergwerk mehrfach ausgezeichnet. Dies war auch nötig: Das Abbaugebiet erstreckte sich bis in die direkte Nachbarschaft großer Industrieanlagen (zum Beispiel der Burbacher Hütte) und lag daher in einem tektonisch sensiblen Umfeld, andererseits war Luisenthal als eines der methanreichsten Bergwerke des Saarreviers bekannt. Bei Unglücken in den Jahren 1844 und 1941 musste man die Folgen bereits leidvoll verschmerzen.

Die letzten Unglücke durch dieses Grubengas in Luisenthal oder auch in Maybach lagen bereits 20 bzw. 30 Jahre zurück, man hatte das Problem Mittlerweile also viel besser im Griff. Modernste Technik kam dazu in Luisenthal zum Einsatz, dazu kam Personal wie Vorfahrer, Laboranten oder Wettersteiger, das für die Überwachung der Gasentwicklung zuständig war.

Am Abend des 6. Februars fiel gegen 23:40 für etwa eine Stunde eine dieser modernen Anlagen aus, die Methangas-Absauganlage. Jedoch konnten Wettersteiger schnell wieder Entwarnung geben, nachdem die Anlage wieder lief.

Es geschah also aus sprichwörtlich heiterem Himmel: Wie ein Augenzeuge, Fahrsteiger Peters, berichtet, war beim Öffnen der Eingangstüre zum Alsbachschacht ein dumpfer Schlag zu hören. Als er sich umdrehte sah er aus dem Diffusor des Ventilators Schmutzablagerungen herausspritzen, die etwa 20 Meter hoch flogen. Etwa 30 Sekunden später folgte schwarzer Rauch, der fast 25 Minuten angehalten haben soll. In der Schachthalle sah er, dass der östliche Schachtdeckel etwa 6m über die Rasenhängebank hochgeflogen war, und sich in der Verstrebung des Schachtgerüstes verklemmte.

Dieser Mann sah das obere Ende der Detonationswelle, die in Sekunden das ganze Alsbachfeld durchlief und Tod und Zerstörung mit sich brachte. Bis zu 100m lange Strebe brachen ein, eiserne Wettertüren wurden aus der Verankerung gerissen und weg geschleudert. Menschen hatten in diesen Inferno kaum eine Chance, 61 der 411 dort arbeitenden Männer verließen die Grube unverletzt, 73 erlitten Verletzungen, die sie teilweise ihr Leben lang zeichneten. Fast 300 Bergleute ließen ihr Leben, wobei etwa ein Dutzend erst später in Krankenhäusern verstarb.

Im Querschlag 221 konnten 4 tote Zeugen gefunden werden, die offensichtlich in Todesangst vor etwas geflohen waren. Dabei handelte es sich wohl um Methangas, das sich über ihren Köpfen entzündet hatte bevor es zur Explosion kam, von hier nahm die Katastrophe ihren Lauf. Flammen, Druckwellen und hochgiftige Nachschwaden brachten Tod und Verderben.

Selbst Bergleute die in größerer Entfernung vom Explosionsort arbeiteten wurden von der Druckwelle meterweit durch die Gänge geschleudert. 99 Bergleute kostete hochgiftiges Kohlenmonoxid das Leben, obwohl viele von ihnen ihren Selbstretter, der sie vor dieser Vergiftung schützen sollte, sogar noch trugen.

Hatten Angehörige und Freunde der Bergleute zunächst noch Hoffnung, so wich diese nach langen 36 Stunden bis das ganze Ausmaß der Katastrophe bekannt wurde. Nachdem kurz nach dem Unglück von etwa 11 Toten die Rede war, so wuchs die Opferzahl binnen 24 Stunden auf 240. Für die Familie vor den Toren des Bergwerks wurde die Zeit zur unerträglichen Tortur. Nachdem am 7. Februar nur die Verletzten die in Krankenhäuser gebracht wurden verlesen wurden, sodauerte es bis 10:40 am nächsten Tag, bis die Angehörigen der Toten Gewissheit bekamen: Die Namenslisten der Toten mussten in mehrfacher Ausführung ausgehängt werden. Es dauerte noch mehr als drei Wochen bis diese sog. „schwarzen Listen“ komplett waren. 222 Frauen und 354 minderjährige Kinder wussten damit, dass Ihr Ehemann und Vater nie wieder kommen wird.

Diesen Bericht, orientiert an einem Artikel in der 4. Ausgabe 2011 der Zeitschrift „saargeschichte|n“, möchte ich mit den Worten Paul Burgards (Autor dieses Artikels) beenden:
Luisenthal ist nicht „nur“ die Geschichte eines entsetzlichen untertägigen Unglückfalls. Es ist auch die Geschichte von bergmännischer Kameradschaft und bedingungslosem Einsatzwillen, von gesellschaftlicher Hilfsbereitschaft und Solidarität, von juristischer und sozialer Aufarbeitung sowie – last, not least – von der überragenden politischen und kulturellen Bedeutung die der Bergbau für unsere Region besaß. Im Jahr 2012 werden bergmännische Kultur und Lebenswelt hierzulande endgültig zur Geschichte gehören. Auch deswegen ist es überaus sinnvoll, die Erinnerung an die Opfer dieser größten saarländischen Bergbaukatastrophe wach zu halten.


Liste der Unglücksopfer

Quelle: Schacht und Heim / Gefunden auf: http://www.gouverneurralf.de/7februar1962/7Februar1962neu.htm (einst: http://www.ov-luisenthal.spd-saar.de/7Februar1962neu.htm)

Wohnort
Vorname
Nachname Beruf

geb. am

Jahr
Altenkessel
Walter
Abel Hauer
19

02

1930

Altenkessel
Dieter
Ballas Schrämer
06

06

1936

Altenkessel
Dieter
Ballas Hauer
31

01

1941

Altenkessel
Otto
Ballas Hauer
25

10

1910

Altenkessel
Horst
Becker Hauer
09

09

1939

Altenkessel
Matthias
Bohley Hauer
19

08

1905

Altenkessel
Wilhelm
Dierstein Hauer
01

10

1911

Altenkessel
Hans
Fischer Hauer
20

02

1931

Altenkessel
Erwin
Freitag Hauer
19

04

1930

Altenkessel
Johann
Heiser Grubenfahrhauer
30

11

1903

Altenkessel
Ernst
Jung Hauer
03

07

1937

Altenkessel
Sebastian
Klein Elektrohauer

16

05

1926

Altenkessel
Erich
Ludolph Hauer

18

07

1930

Altenkessel
Heinz
Matthei Hauer

28

05

1936

Altenkessel
Gerd
Moewe Hauer

01

09

1938

Altenkessel
Johann
Neumann Hauer

10

07

1916

Altenkessel
Wilhelm
Pfüll Hauer

19

01

1906

Altenkessel
Helmut
Puhl Elektrohauer

15

07

1939

Altenkessel
Alois
Raubuch Hauer

19

08

1913

Altenkessel
Josef
Reiser Hauer

09

03

1942

Altenkessel
Arthur
Roa Maschinenhauer

08

01

1930

Altenkessel
Emil
Schilling Hauer

09

01

1938

Altenkessel
Willi
Schwarz Hauer
27

02

1929

Altenkessel
Gerd
Sohne Hauer … gest. 02.03.1962

12

03

1942

Altenkessel
Alfred
Thiel Hauer
30

05

1928

Altenkessel
Gustav
Trenz Hauer
28

03

1940

Altenkessel
Robert
Werle Hauer
23

06

1935

Altenkessel
Anton
Zimmer Maschinenhauer
03

06

1907

Altenkessel – Rockershausen
Leo
Grün Hauer
06

10

1928

Altenkessel – Rockershausen
Paul
Lesch Elektrohauer

30

07

1942

Altenkessel – Rockershausen
Heinrich
Rosenberg Stempelmeister

09

09

1908

Altenkessel – Rockershausen
Paul
Schulien Hauer
27

06

1905

.
Altforweiler
Viktor
Kiefer Hauer
23

11

1914

Altforweiler
Josef
Klein Hauer … gest. 18.02.1962
23

05

1933

Altforweiler
Aloisius
Schug Hauer

27

06

1927

Altforweiler
Rudolf
Winter Hauer
28

03

1923

.
Bachem
Paul
Recktenwald Hauer

26

04

1917

Bachem
Karlheinz
Wendang Hauer
21

04

1938

.
Bergen
Ludwig
Engel Hauer
17

04

1923

Bergen
Johann
Musong Hauer

24

06

1908

Bergen
Peter
Weins Hauer
20

07

1909

.
Berus
Erwin
Fassbender Hauer
23

07

1941

.
Biel-Bardenbach
Heinz
Barbian Hauer
28

09

1937

.
Bietzen
Wilhelm
Hess Hauer
10

02

1924

.
Bous
Hans
Karrenbauer Hauer
10

02

1930

Bous
Alois
Leinenbach Hauer

28

01

1929

Bous
Lothar
Römmert Hauer

04

05

1930

.
Brotdorf
Paul
Hoffmann Hauer
13

03

1923

Brotdorf
Alois
Langenfeld Hauer

24

01

1928

Brotdorf
Manfred
Lorig Hauer

01

01

1938

Brotdorf
August, Paul
Mauss Hauer

24

09

1909

.
Büdingen
Klaus
Bollinger Hauer
16

09

1939

Büdingen
Werner
Bollinger Hauer
19

07

1933

.
Büschfeld
Herbert
Lang Hauer

29

09

1921

.
Dillingen
Rudolf
Fiehn Hauer
21

12

1939

Dillingen
Wilhelm
Fischer Hauer
07

09

1940

Dillingen
Albert
Scherrmann Hauer

09

02

1917

.
Düren
Alois
Mayer Hauer

02

12

1912

.
Eiweiler
Alfred
Gihr Hauer
28

01

1940

Eiweiler
Norbert
Jenal Hauer
27

06

1935

Eiweiler
Norbert
Klein Hauer

11

04

1936

Eiweiler
Peter
Mailänder Hauer

25

06

1940

Eiweiler
Hans
Schneider Hauer

20

12

1938

Eiweiler
Karlheinz
Schneider Hauer

21

02

1933

.
Ensdorf
Walter
Franke Hauer
24

02

1933

Ensdorf
Kurt
Reipert Hauer

26

05

1927

.
Falscheid
Franz Josef
Altmeyer Hauer
23

11

1940

Falscheid
Werner
Gier Hauer
30

05

1928

Falscheid
Rolf
Klein Hauer

12

03

1938

Falscheid
Reinhold
Schmidt Hauer

20

12

1912

.
Felsberg
Artur
Bollbach Hauer
18

06

1941

Felsberg
Hans
Grimmo Hauer
19

10

1941

Felsberg
Jodef
Poncelet Hauer

08

09

1927

Felsberg
Johann
Robert Ausbildungshauer

16

01

1905

Felsberg
Johann
Tilmont Hauer
18

02

1911

Felsberg
Heinz
Trenz Hauer
10

07

1931

Felsberg
Franz
Weiß Schrämer … gest. 15.02.1962
21

08

1929

Felsberg
Wilhelm
Winter Hauer

03

08

1910

Felsberg
Hans
Weirich Hauer
18

01

1942

.
Gersweiler
Günther
Wolf Hauer
13

10

1942

Gersweiler – Ottenhausen
Peter
Ambrosius Hauer
04

05

1936

Gersweiler – Ottenhausen
Herbert
Dengel Hauer
31

07

1931

Gersweiler – Ottenhausen
Josef
Dorna Hauer
10

05

1913

Gersweiler – Ottenhausen
Günter
Junk Hauer
20

09

1941

Gersweiler – Ottenhausen
Karlheinz
Karrenbauer Grubensteiger
13

02

1935

Gersweiler – Ottenhausen
Gerhard
Radermacher Hauer

01

12

1920

Gersweiler – Ottenhausen
Jakob
Roth Hauer

19

05

1909

Gersweiler – Ottenhausen
Werner
Schackmann Grubensteiger

05

12

1934

Gersweiler – Ottenhausen
Karlheinz
Schmidt Hauer

26

04

1930

Gersweiler – Ottenhausen
Wolfgang
Schmitt Elektrohauer

24

01

1942

Gersweiler – Ottenhausen
Heinz
Simon Schießmeister

27

06

1930

Gersweiler – Ottenhausen
Johann
Trenz Schiessmeister
04

03

1936

Gersweiler – Neuaschbach
Kurt
Hausknecht Hauer
08

03

1927

Gersweiler – Neuaschbach
Günther
Probst Bandwärter

24

11

1930

Gersweiler – Neuaschbach
Hermann
Trenz Knappe
05

12

1943

.
Greimerath
Gerhard
Jost Hauer
08

08

1939

.
Herrensohr
Paul
Thäder Grubensteiger
06

11

1932

.
Hüttersdorf
Matthias
Schmidt Hauer

16

12

1918

.
Ittersdorf
Remigius
Hubert Hauer
06

10

1931

Ittersdorf
Emil
Langendörfer Hauer

09

02

1928

Ittersdorf
Hans
Langendörfer Panzermeister

26

10

1924

Ittersdorf
Wernfried
Richner Hauer … gest. 14.02.1962

16

07

1937

Ittersdorf
Heinz
Steinmetz Hauer
07

07

1932

Ittersdorf
Erich
Wenk Hauer
30

01

1934

.
Klarenthal
Eugen
Brück Hauer
09

06

1925

Klarenthal
Wilhelm
Filetz Hauer
02

06

1920

Klarenthal
Dieter
Gnauck Hauer
20

09

1938

Klarenthal
Siegfried
Keller Hauer
25

11

1934

Klarenthal – Krughütte
Heinrich
Bubel Hauer
01

01

1916

Klarenthal – Krughütte
Kurt
Dierstein Schießmeister
30

10

1921

Klarenthal – Krughütte
Arnold
Köst Schießmeister

28

05

1928

Klarenthal – Krughütte
Otmar
Meyer hauer

15

02

1939

.
Köllerbach
Berthold
Gebhardt Hauer
10

06

1936

Köllerbach
Karl
Götzinger Hauer
31

08

1939

Köllerbach
Engelbert
Kartes Hauer
06

10

1928

Köllerbach
Willibald
Klein Hauer

23

06

1938

Köllerbach
Edwin
Klonz Hauer

14

08

1942

Köllerbach
Ewald
Klonz Hauer

13

03

1934

Köllerbach
Rudolf
Kuhn Hauer

01

04

1938

Köllerbach
Josef
Kunz Hauer

03

10

1934

Köllerbach
Franz
Marquardt Hauer

02

04

1920

Köllerbach
Erich
Mohr Hauer … gest. 12.02.1962

18

03

1936

Köllerbach
Peter
Ney Elektrohauer

21

06

1942

Köllerbach
Johann
Putzig Hauer

24

05

1913

Köllerbach
Helmut
Rech Hauer

06

06

1936

Köllerbach
Günter
Schampel Hauer

01

10

1943

Köllerbach
Ewald
Speicher Hauer
13

10

1918

Köllerbach
Heinrich
Speicher Elektrohauer
05

03

1943

Köllerbach
Robert
Stass Hauer
13

05

1934

Köllerbach
Walter
Stass Hauer
06

04

1933

Köllerbach
Alois
Thiery Hauer
02

02

1930

Köllerbach
Wolfgang
Warken Berglehrling … gest. 12.02.1962
01

03

1945

Köllerbach
Heinz
Weber Hauer
11

11

1932

Köllerbach
Alex
Weiland Hauer
19

02

1938

Köllerbach
Alfons
Weiland Hauer
04

09

1930

Köllerbach
Walter
Weiland Hauer … gest. 20.02.1962
11

09

1938

Köllerbach
Heribert
Wilhelm Hauer
27

11

1939

Köllerbach
Erich
Winkmann Schrämer
08

05

1927

Köllerbach – Etzenhofen
Heinrich
Huppert Hauer
30

10

1912

.
Landsweiler
Othmar
Bard Hauer
01

09

1939

Landsweiler
Josef
Fediuk Hauer
02

06

1920

Landsweiler
Reinhold
Hoffmann Hauer
13

02

1934

Landsweiler
Nikolaus
Knodt Hauer

20

03

1915

Landsweiler
Josef
Krächan Hauer

25

02

1914

Landsweiler
Norbert
Schmitt Hauer

29

03

1934

Landsweiler
Theodor
Schmitt Hauer

11

10

1913

Landsweiler
Kunibert
Weber Hauer
12

11

1932

.
Leidingen
Winfried
Klein Hauer

31

12

1936

.
Losheim
Günther
Fiebranz Hauer
17

04

1918

Losheim
Josef
Hoff Hauer
11

05

1907

Losheim
Egbert
Simon Hauer

23

05

1935

.
Merzig
Günther
Kelkel Hauer
11

08

1941

Merzig
Willi
Lehmann Hauer

28

03

1917

.
Mettlach
Nikolaus
Boden Hauer
08

12

1916

Mettlach
Dietmar
Reinert Hauer

12

07

1937

.
Neuforweiler
Johann
Meinecke Hauer

26

04

1914

.
Niederlosheim
Alfred
Kleser Hauer

18

09

1926

.
Nunkirchen
Alois
Ganz Hauer
11

01

1921

Nunkirchen
Walter
Groß Hauer
19

02

1926

Nunkirchen
Josef
Mentges Hauer

10

07

1928

Nunkirchen
Franz
Steinbach Hauer
07

02

1919

Nunkirchen
Nikolaus
Thome Hauer
30

08

1924

.
Obersalbach
Hermann
Altmeier Hauer
01

03

1938

.
Püttlingen
Adolf
Albert Elektrohauer
27

01

1941

Püttlingen
Alfred
Baldes Hauer

21

11

1936

Püttlingen
Alfred
Baltes Hauer
21

11

1936

Püttlingen
Helmut
Balzert Hauer
21

07

1937

Püttlingen
Günter
Becker Hauer
14

12

1939

Püttlingen
Norbert
Blass Hauer
30

07

1937

Püttlingen
Erich
Conrad Hauer
12

06

1928

Püttlingen
Albinius
Gehl Hauer
29

12

1907

Püttlingen
Alfred
Glasen Hauer
18

08

1925

Püttlingen
Philipp
Müller Hauer

18

08

1906

Püttlingen
Ludwig
Philippi Hauer

27

05

1935

Püttlingen
Wilhelm
Reichert Hauer

06

10

1935

Püttlingen
Vinzenz
Steffes Schiessmeister
01

08

1932

Püttlingen
Heribert
Zahler Grubenabteilungssteiger
16

09

1930

.
Rathen
Wilhelm
Ott Hauer

13

11

1915

Rathen
Ernst
Zimmer Hauer
22

04

1927

.
Rehlingen
Manfred
Scholer Hauer

08

09

1932

.
Reisbach
Berthold
Bauer Hauer
04

11

1936

Reisbach
Reinhold
Becker Hauer
22

04

1939

Reisbach
Wolfgang
Becker Hauer
27

05

1941

Reisbach
Johannes
Donie Hauer
05

01

1939

Reisbach
Engelbert
Folz Hauer
22

09

1939

Reisbach
Walter
Gier Hauer
23

03

1925

Reisbach
Herbert
Gihr Hauer
08

08

1938

Reisbach
Johann
Lesch Hauer

08

06

1941

Reisbach
Theodor
Noss Hauer

05

06

1930

Reisbach
Emil
Paul Hauer

23

07

1910

Reisbach
Ernst
Prediger Hauer

30

04

1938

Reisbach
Alfons
Weißgerber Hauer
15

02

1917

Reisbach
Fridolin
Wolf Hauer
14

05

1937

Reisbach
Norbert
Wolf Hauer
19

02

1936

Reisbach
Engelbert
Zapp Hauer
23

01

1931

Reisbach
Ernst
Zell Hauer
23

09

1932

.
Riegelsberg
Erhard
Albert Hauer
23

05

1943

Riegelsberg
Friedel
Aubertin Hauer
06

11

1935

Riegelsberg
Karl
Aubertin Knappe
25

08

1941

Riegelsberg
Josef
Buchheit Hauer
07

01

1904

Riegelsberg
Horst
Gruschke Schlosser
21

09

1943

Riegelsberg
Horst
Münz Hauer

27

09

1939

Riegelsberg
Günter
Profitlich Hauer

25

09

1922

Riegelsberg
Johann
Schikofski Hauer

09

04

1920

Riegelsberg
Paul
Theobald Hauer
26

09

1908

Riegelsberg
Ralf
Theobald Hauer
09

09

1940

Riegelsberg
Manfred
Zimmermann Maschinenhauer
14

03

1933

.
Saarbrücken
Dieter
Kolling Grubensteiger

08

08

1936

Saarbrücken 1
Josef
Lui Hauer

14

09

1924

Saarbrücken 2
Ludwig
Zeitz Hauer
07

07

1919

Saarbrücken 2
Walter
Zimmer Hauer
30

01

1943

Saarbrücken 5
Rudi
Barth Hauer
16

03

1931

Saarbrücken 5
Roman
Lis Hauer

22

02

1929

Saarbrücken 5
Josef
Scherer Hauer

20

05

1932

Saarbrücken 5
Horst
Witt Hauer
30

05

1935

.
Saarfels
Richard
Schnur Maschinenhauer

05

04

1937

.
Saarhölzbach
Hermann
Thieser Hauer
07

10

1926

.
Saarlouis
Heinrich
Conde Hauer
26

10

1923

Saarlouis
Alois
Mathieu Hauer

22

10

1918

Saarlouis
Reinhold
Scholly Hauer

27

11

1930

Saarlouis
Ignatz
Schönberger Hauer

24

07

1910

Saarlouis
Arthur
Stein Hauer
03

11

1930

Saarlouis – Lisdorf
Walter
Krier Hauer

31

10

1930

Saarlouis – Roden
Josef
Woll Hauer
13

11

1925

.
Saarwellingen
Hermann
Leonhard Hauer

05

06

1937

.
Schaffhausen
Emil
Kiefer Hauer
13

10

1905

.
Schwarzenholz
Berthold
Stein Hauer
22

02

1939

.
Selbach
Reinhold
Hornetz Hauer
08

05

1916

.
St. Ingbert
Max
Karrenbauer Hauer
28

09

1939

.
Theley
Eugen
Barthel Hauer
02

11

1908

.
Tholey
Johann
Dörr Hauer
24

03

1920

Tholey
Anton
Sell Hauer

05

11

1926

.
Völklingen
Edmund
Becker Hauer
18

12

1910

Völklingen
Karlheinz
Detemple Schrämer
03

05

1931

Völklingen
Josef
Feit Hauer
10

01

1938

Völklingen
Jakob
Fend Hauer
28

04

1921

Völklingen
Rudi
Krämer Hauer

09

09

1932

Völklingen
Kurt
Kratz Hauer

15

10

1919

Völklingen
Manfred
Kuhn Hauer

08

01

1937

Völklingen
Peter
Kunkel Hauer

19

03

1907

Völklingen
Erwin
Loch Berglehrling

12

04

1944

Völklingen
Josef
Rau Hauer

11

09

1936

Völklingen
August
Reibold Hauer

17

12

1925

Völklingen
Christian
Rumpf Hauer

26

01

1922

Völklingen
Gerhard
Schackmann Hauer

07

10

1929

Völklingen
Heinz
Schmeer Hauer

01

04

1941

Völklingen
August
Weber Hauer
19

04

1915

Völklingen
Herbert
Winderich Hauer
05

04

1931

Völklingen Fenne
Günter
Becker Hauer
16

06

1942

Völklingen Fenne
Helmut
Blum Hauer
17

11

1928

Völklingen Fenne
Adolf
Klein Hauer
26

12

1938

Völklingen Fenne
Wolfgang
Oberbillig Hauer

18

04

1933

Völklingen Fenne
Hans
Schille Hauer

30

05

1942

Völklingen Fenne
Lorenz
Schwarz Hauer
10

08

1925

Völklingen – Fürstenhausen
Jakob
Serf Grubenabteilungssteiger

20

11

1917

Völklingen – Fürstenhausen
Adolf
Steuer Hauer
15

03

1940

Völklingen – Fürstenhausen
Werner
Weiland Hauer
22

03

1938

Völklingen – Geislautern
Walter
Messeringer Hauer

13

07

1923

Völklingen – Ludweiler
Ludwig
Christmann Hauer
09

03

1939

Völklingen – Ludweiler
Ewald
Puhl Hauer

11

06

1939

Völklingen – Ludweiler
Helmut
Schorr Schießmeister

30

07

1924

Völklingen – Luisenthal
Günter
Albrecht Hauer
14

06

1931

Völklingen – Luisenthal
Jakob
Backes Ausbildungshauer
01

01

1908

Völklingen – Luisenthal
Walter
Becker Hauer
10

10

1932

Völklingen – Luisenthal
Horst
Benz Hauer
13

09

1940

Völklingen – Luisenthal
Werner
Dopotka Hauer
22

03

1926

Völklingen – Luisenthal
Kunibert
Dörr Schrämer
12

11

1937

Völklingen – Luisenthal
Friedrich
Görgen Hauer
06

11

1926

Völklingen – Luisenthal
Rudolf
Hafner Grubenabteilungssteiger
19

11

1925

Völklingen – Luisenthal
Josef
Kiefer Hauer
10

01

1904

Völklingen – Luisenthal
Heinz
Krämer Knappe

15

09

1943

Völklingen – Luisenthal
Klaus
Lydorf Schrämer

13

09

1938

Völklingen – Luisenthal
Wilhelm
Massion Ausbildungshauer

15

12

1904

Völklingen – Luisenthal
Friedrich
Schaller Hauer

16

05

1933

Völklingen – Luisenthal
Karl Heinz
Scherer Scherer

28

12

1929

Völklingen – Luisenthal
Josef
Schille Grubensteiger

06

03

1928

Völklingen – Luisenthal
Alfons
Schirra Grubenabteilungssteiger

20

01

1929

Völklingen – Luisenthal
Friedrich
Sommer Grubenabteilungssteiger

27

02

1911

Völklingen – Luisenthal
Rudolf
Steuer Hauer
25

03

1934

Völklingen – Luisenthal
Karl
Theiß Grubenabteilungssteiger
11

04

1932

Völklingen – Luisenthal
Alfred
Thome Hauer
20

10

1929

Völklingen – Luisenthal
Gustav
Veeck Hauer
06

03

1936

Völklingen – Luisenthal
Josef
Weber Hauer
26

04

1938

Völklingen – Luisenthal
Theodor
Zimmer Hauer
18

04

1929

Völklingen – Wehrden
Johann
Koch Hauer

08

02

1936

Völklingen – Wehrden
Werner
Stoll Hauer
08

03

1936

Völklingen – Wehrden
Theodor
Thiel Hauer
15

02

1917

.
Wadgassen
Wilhelm
Huberty Schießmeister
09

12

1921

.
Wallerfangen
Erich
Becker Hauer
13

12

1922

Wallerfangen
Ludwig
Friedrich Hauer
01

08

1929

Wallerfangen
Josef
Rupp Hauer

13

03

1931

.
Walpershofen
Albert
Darm Hauer
06

05

1907

Walpershofen
Waldemar
Diehl Schießmeister
18

01

1933

Walpershofen
Jakob
Feld Hauer
07

11

1905

Walpershofen
Ludwig
Feld Hauer
29

07

1905

Walpershofen
Erich
Groß Panzermeister
24

04

1920

Walpershofen
Bernd
Leik Hauer

11

05

1938

Walpershofen
Fridolin
Sander Elektrohauer

15

12

1941

Walpershofen
Fritz
Sander Hauer

06

10

1924

Walpershofen
Ernst
Sokofski Hauer

29

07

1919

Vor 40 Jahren – Das Grubenunglück Luisenthal
Quelle: © (Text & Bilder) www.sr-online.de

Das Bild links zeigt nicht den Alsbachschacht sondern den Schacht Richard II

Der 7. Februar 1962, der als „schwarzer Tag für den Bergbau und das Saarland“ in die Geschichte einging, begann trist und trübe, mit Nieselregen.

Gegen 7.45 Uhr, am Alsbachschacht, einem der vier Seilfahrtschächte der Grube Luisenthal: ein dumpfer Knall, der in Saarbrücken-Burbach und Altenkessel zu hören ist. Unter der Wucht einer Detonation unter Tage fliegt der Schachtdeckel hoch und bleibt im Gerüst hängen. Ein e schwarze Rauchwolke tritt aus dem Alsbachschacht aus und steht wie ein finsteres Mahnmal über dem Förderturm. Ein Anwohner fotografiert sie – das einzige bekannte Bild von dem Grubenunglück. Die schlimmsten Vermutungen bestätigen sich: Im Alsbachfeld von Grube Luisenthal ist es auf Sohle vier zu einer Schlagwetterexplosion gekommen.

Die Hauptrettungsstelle in Friedrichsthal und die Grubenwehr Luisenthal wurden sofort alarmiert, sodass die Rettungsarbeiten schon wenige Minuten nach der Explosion anliefen. Bald beherrschte der Lärm von Sirenen, Krankenwagen, Hubschrauber-Rotoren und Martinshörnern Luisenthal und Umgebung. Längs der Auffahrt zur Grube und am Zechentor sammelte sich eine Menschenmenge: vor allem Angehörige der 998 Bergleute, die an diesem Morgen auf Grube Luisenthal zur Schicht eingefahren waren. 664 allein im A lsbachfeld, und von diesen 433 im Bereich der Explosion.

Bis zum Mittag waren 73 Bergleute lebend geborgen, mit zum Teil schwersten Verletzungen. 61 Kumpel kehrten unverletzt ans Tageslicht zurück. Schon kurz nach Mittag hieß es: keine Überlebenden mehr. Nun wurde die Dimension der Katastrophe erkennbar: Nicht elf Bergleute, wie es zunächst hieß, sondern 287 Männer hatten in 600 Metern Tiefe ihr Leben lassen müssen.

24 Stunden nach der Explosion kamen die ersten Namenslisten heraus, brachten erleichternde aber meist traurige Gewissheit für die Angehörigen in der noch immer wartenden Menge. Erst zwei Wochen später waren auch die letzten Vermissten tot geborgen. Andere, zunächst lebend aus dem Berg geholt, erlagen später ihren Verletzungen, so dass die Katastrophenbilanz Ende Februar 1962 lautete: 299 Tote, der älteste 59 Jahre alt, der jüngste noch nicht ganz 17, und 73 Verletzte.