Druckerei Druckerei von der Eltz PlatzhalterPetra Petra WesterkampPlatzhalter

Die Geschichte der Stadt Völklingen – Teil 2

1901:
Besuch des Prinzen Tschun, des Bruders des Kaisers von China. Er fährt mit Gefolge in Grube Gerhard ein und am Viktoriaschacht wieder aus.

Diese Bilder entstanden um 1900
Diese Bilder entstanden um 1900

Ein schwenkbarer Auslegekran entlädt die Erzschiffe, die bisher von Mädchen („Erzengel“ genannt) entladen wurden. Sie stammten meist aus Hostenbach und Püttlingen.

1902:
Nach langen Bemühungen erhielt Völklingen eine Höhere Privatschule. 1902 beschloss der Gemeinderat, die Schule zu einem Realgymnasium unter eigener Verwaltung auszubauen. 1907 wurde das Realprogymnasium als Realgymnasium anerkannt. 1909 konnte das neue Schulgebäude an der Hohenzollernstraße bezogen werden. 1907 wurde eine höhere Privatschule für Mädchen eingerichtet und ein Jahr später in ein Gymnasium umgewandelt.
Die Grube in Velsen wird eröffnet.

1903:
Siegfried Cloos wurde Bürgermeister.

Cloos Siefried
Cloos Siefried

Das „St. Josefs“-Krankenhaus wurde erweitert und bekam eine Kapelle. Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten dort 20 Schwestern. Es wurden ca. 65-70 Kranke, 20 Pfründer (Mittellose) und 35-40 Kinder täglich verpflegt.

Die heutige Karl-Janssen-Straße um 1903
Die heutige Karl-Janssen-Straße um 1903

1904:
Gründung der Baugenossenschaft 04 Völklingen. (LXIII. S.18) (Bis 1942 wurden 565 Häuser mit 844 Wohnungen fertiggestellt.)
Im gleichen Jahr erbaute die Genossenschaft die Siedlung „Lindenhof“ (Garten, Hermann- und Tafelstraße) mit 52 Häusern, 96 Wohnungen und Ställen.

Hermann- und Tafelstraße um 1904
Hermann- und Tafelstraße um 1904

Ein Wasserwerk im Simschel und ein Hochbehälter auf dem großen Kreuzberg wurden erbaut. Das Wasserwerk hatte eine Kapazität von 600 Kubikmetern. (LXIII. S.19)

1905:
Einwohnerzahl: 15124
Den Graben vor dem Rotenberg hatte der frühere Ortsvorsteher Jakob Klein in einen Park umwandeln lassen (damals „Schillerpark“, später „Kleinsche Anlagen“ genannt)(LXIII. S.19).

Die Flussbadeanstalt der Firma Röchling um 1905
Die Flussbadeanstalt der Firma Röchling um 1905

Man begann mit dem Bau des „Mühlgewann Schulhauses“.

1906:
Start der Erweiterung des Rathauses.
Die Mühlgewann-Schule wurde eingeweiht.

Die Mühlgewannschule um 1910.
Die Mühlgewannschule um 1910.

 

1907:
Der Umbau des Alten Rathauses Völklingens läuft nach den Plänen des damaligen Gemeindebaumeisters Hermann Eichner im Jugendstil. (Am 9. November eingeweiht).

Die damalige Friedrichstraße um 1919, am Ende der Straße findet sich das umgestaltete Rathaus mit Turm.
Die damalige Friedrichstraße um 1919, am Ende der Straße findet sich das umgestaltete Rathaus mit Turm.

Die „Viktoria-Schule“, durch Zuschüsse der Völklinger Hütte und der Gemeinde aufrecht erhalten, bot nun auch Mädchen die Gelegenheit einer höheren Schulbildung. Sie war in der ersten Zeit in Privaträumen in der Schulstraße 18 untergebracht und wurde 1907-1922 von Hermann Röchling finanziell unterstützt.(LXIII. S.21)

Bereits während der Bauphase muss dieses Foto vom Rathausturm entstanden sein.
Bereits während der Bauphase muss dieses Foto vom Rathausturm entstanden sein.

Von Hermann Röchling und Wilhelm Rodenhauser wurde ein eigener elektrischer Induktionsofen konstruiert und in Betrieb genommen. Bau einer eigenen elektrischen Zentrale (Leistung 1500 kw) unter Verwendung von Koksgas als Antrieb. Es folgten die Errichtung mechanischer Werkstätten, Magazine und eines chemischen Labors.
Eine Sparkasse für Arbeiter wurde ins Leben gerufen.
Hermann Röchling wurde Geschäftsführer der Völklinger Hütte.
Bau einer Schwimmhalle für 75.000 Mark (der ersten Werksschwimmhalle in Europa) und einer Badeanstalt; sie funktionierte auch als „Wannen und Brausebad“, was in einer Zeit in der nur wenige Häuser über ein Badezimmer verfügten, eine wichtige Einrichtung war.
Eine Milchküche wurde eingerichtet.
Der Hüttenkindergarten wurde gegründet.

Das Feuerwehrgebäude um 1907.
Das Feuerwehrgebäude um 1907.

Die Gemeinde erbaute an der Ecke Hoch- und Kühlweinstraße mit einem Kostenaufwand von 100.000 Mark ein Feuerwehrgerätehaus mit Schlauchtrockenturm (ab 1955 vom städtischen Fuhrpark benutzt; Abriss 1992)

Völklingen hat bereits 27000 Einwohner.
Inbetriebnahme der Bahn Saarbrücken – FürstenhausenGeislautern – Großrosseln.
Inbetriebnahme der Bahn Fürstenhausen – Wehrden – Bous. (LXIII. S.21-22)

 

1908:
Friedrich Sohns wurde Bürgermeister.

Sohns Friedrich
Sohns Friedrich

Völklingen zählte nun 29500 Einwohner.

Hohenzollernstraße um 1908
Hohenzollernstraße um 1908

Die Post erwarb das vom „Bauunternehmer Schneider“ erbaute Haus in der späteren „Poststraße“. Es wurde nun zum Postamt 1. Klasse.

Das "Kaiserliche Postamt in der Poststraße" um 1908
Das „Kaiserliche Postamt in der Poststraße“ um 1908

Die Privat-Mädchenschule wird zum Lyzeum. 7 Jahrgänge mit 9 Klassen.
Das neue Hüttenkrankenhaus, Männerbau (heute Kreiskrankenhaus) war fertig. 1985 folgte der Abriss. (LXIII. S.23)

Das neue Hüttenkrankenhaus
Das neue Hüttenkrankenhaus (Sammlung Heimatkundlicher Verein)

1909:
Feierliche Einweihung des neuen Realgymnasiums in der Hohenzollernstraße vom 3. bis 5. August.
Am 3. September wurde die Straßenbahnlinie Völklingen Wehrden – Geislautern – Großrosseln bzw. Ludweiler in Betrieb genommen.
Beginn der Stromlieferung der Saargrubenkraftwerke für Völklingen und Luisenthal.

Straßenbahn in Völklingen 1909
Straßenbahn in Völklingen 1909

1910:
Einwohnerzahl: 18104
Mit dem Bau des Edelstahlwerkes und dazugehörenden Einrichtungen wurde die Edelstahlproduktion in Völklingen aufgenommen.

Die Rathausstraße um 1910
Die Rathausstraße um 1910

Die „Mädchenschule Viktoria“ wechselte in die nun freistehenden Räumlichkeiten des alten Realgymnasiums.
Der Architekt und Hochschulprofessor Caspar Lennarts aus Darmstadt erhält auf der Weltausstellung in Brüssel die Goldmedaille für den Bau des Realgymnasiums in Völklingen. (LXIII. S.24)

Das Hüttenkrankenhaus 1910.
Das Hüttenkrankenhaus 1910.

Lorenz Trockle beginnt in Wehrden mit der Produktion von Schlackensteinen.
Sebastian Theis eröffnet das erste festinstallierte Kino Völklingens.

1911:
Am 31.8. fährt die letzte Postkutsche von Völklingen nach Lebach. 1. Oktober: Eröffnung der Köllertalbahn von Völklingen nach Lebach.
Gründung des „Haus- und Grundbesitz Vereins“. (LXIII. S.24)

1912:
Die alte St.Eligius-Kirche wird abgetragen, und eine Nachfolgekirche errichtet.
Das Gemeinde-Gaswerk steht ab sofort nur noch für die Notfallversorgung zur Verfügung, den von nun an Versorgt die Firma Röchling die Gemeinde mit Gas.
Post- und Wilhelmstraße (Rathausstraße) werden an das Stromnetz angeschlossen. (LXIII. S.25)
Errichtung des Kath. Vereinshauses.
Reichstagswahl: Es erreichten die Nationalliberale Partei 1.686 Stimmen, das Zentrum 1.548 Stimmen, die Sozialdemokratische Partei 176 Stimmen.

1913:
Das im Köllertaler Wald gelegene Freibad wurde erbaut.
Bau des 192 langen Heidstock-Tunnels unter dem Haarberg.

Baubeginn der Saarbrücke nach Fürstenhausen die am 1. Februar 1915 für den Verkehr freigegeben wurde. (heute Karolinger Brücke) (LXIII. S.25)

1914:
Ausbruch des 1. Weltkrieges.
Die „Mädchenschule Viktoria“ wechselte in die Räumlichkeiten der Volksschule in der Schulstraße.
Das 29. Gauturnfest des Saar-Blies-Gaues wird auf dem neuen Kaiser-Wilhelm-Spor- und Spielplatz ausgetragen.
Bis zum 2. Weltkrieg gründeten sich in Völklingen sechs Löschzüge, die Mannschaftsstärke der freiwilligen Wehr betrug 275 Mann. (LXIII. S.26) Beschluss für die Anlage eines Ehrenfriedhofes. (LXIII. S.27)

Völklingen 1914
Völklingen 1914

1914-1918:
Erster Weltkrieg: Obwohl Völklingen nicht in unmittelbarer Nähe des Kampfgeschehens lag, lernte es eine neue Art der Kriegsführung kennen: den Luftkrieg. In den letzten Kriegsjahren gab es 328 Fliegeralarme, und man zählte 236 Bombenabwürfe. Völklingen lag, wie das ganze Saarland im Grenzgebiet zu Frankreich. Überall waren Lazarette.

Frauen beim entladen der Erzkähne. "Erzengel" genannt. (Archiv Saarstahl AG)
Frauen beim Entladen der Erzkähne. „Erzengel“ genannt. (Archiv Saarstahl AG)

Da die Behörden die Aufstellung von Dampfkranen nicht gestattete, um das Flutgelände freizuhalten, wurden die Schiffe durch Frauen und Mädchen entladen, die das Erz in Körben von den Schiffen an die Kippwagen brachten, indem sie die Last auf dem Kopf trugen.
Auch an den Hochöfen des heutigen Weltkulturerbes arbeiteten Mädchen, von denen zwei einen Mann ersetzten. Die Begichtung des Hochofens III erfolgte später nur durch Mädchen.
Je länger der Krieg dauerte desto größer wurde die Not.
Das Brot wurde rationiert, Mehl durch Kartoffelzusatz gestreckt. Eine schlechte Kartoffelernte brachte 1916/17 den sog. „Kohlrübenwinter“.

1916:
Der erste Luftangriff auf Völklingen erfolgte in der Nacht vom 10. auf den 11. September. Die 13 Bomben richten allerdings keinen Schaden an.
11. November: Bei einem erneuten Luftangriff stirbt der junge Georg Paul Grossmann, ansonsten entsteht nur am Realgymnasium Sachschaden.
27.auf 28. November: Bei einem weiteren Fliegerangriff werden die Gleisanlagen Völklingens, sowie die Völklinger Hütte beschädigt.

1916-18:
328 Fliegeralarme, 236 Bomben fallen.

1917:
Im April mußte die Brotration auf 170 Gramm je Kopf und Tag, die Kartoffelzuteilung auf 5 Pfund je Kopf und Woche herabgesetzt werden. Die Versorgung an Nahrungsmitteln war katastrophal.
Einwohnerzahl: 19936

1918:
Der Unterricht an den Völklinger Schulen fällt an insgesamt 20 Tagen wegen nächtlicher Luftangriffe aus.
23. Mai: Bei einem Fliegerangriff auf die Hütte und Völklingen wird ein Lazarettzug getroffen, eine Krankenschwester und ein Bremser fanden den Tod.
30. September: Das Realgymnasium und Häuser in der Umgebung werden bei einem Fliegerangriff schwer beschädigt.(LXIII. S.29)

Nach dem Waffenstillstand am 11.11.1918 wurde das ganze Saarland von französischen Truppen besetzt. Als Folge des Versailler Vertrages wurde das Saarland unter Völkerbund-Verwaltung gestellt. Unter der französischen Herrschaft expandierten die Röchlingschen Stahlwerke und die Gruben. Die Bevölkerungszahl stieg weiter.
Zwischen 22 und 5 Uhr herrscht Ausgehverbot.

Der telefonische Fernverkehr wird gesperrt, der Eisenbahn und Postverkehr stark eingeschränkt.
(LXIII. S.29/30)

1919:
Bürgermeister Friedrich Sohns „während des Krieges Offizier der Landwehr, schien mit diesen Zeiten, insbesondere mit den gegen ihn gerichteten Intrigen, innerlich nicht mehr so recht fertig zu werden, so daß dieses von außen heraufbeschworene tragische Geschick seinem Leben am 20. Juli 1919 ein Ende setzte.“ (Bestätigung des Vorfalls: LXIII. S.30)
Die Verwaltungsgeschäfte führte vorerst der Amtssekretär Klonz, später der ehrenamtliche Beigeordnete Sparkassendirektor Schulthes.

Blick vom alten Rathaus in Richtung Fenne 1920
Blick vom alten Rathaus in Richtung Fenne 1920

1920:
Die Bürgermeisterstelle wurde offiziell ausgeschrieben. Von 20 Bewerbern wurde Fr. O. Krawutschke ausgesucht. Er ging nach Mitteilung des Präsidenten der Regierungskommission zwecks Herstellung seiner Gesundheit acht Wochen in Urlaub; mehr verraten die Akten über seine Tätigkeit nicht.
Danach wurde die Spitze der Verwaltung eine Zeitlang vom kommissarischen Kreissekretär Heinrichs besetzt.

Blick von Wehrden über die Völklinger Hütte zur Stadt 1921
Blick von Wehrden über die Völklinger Hütte zur Stadt 1921

1922:
Die protestantische Martinskirche an der Saar brannte am 12. Februar. Völklingen zählte 11.969 Katholiken und 6.179 Protestanten, 90 Dissidenten und 81 Israeliten.
Karl Janssen wurde am 16. Mai Bürgermeister von Völklingen.
Einwohnerzahl: 19325

1923:
Baubeginn der Louis-Röchling-Straße unter dem Architekten Hans Großwendt.
Im Oktober wird die Röschlingsche Schwimmhalle für die Allgemeinheit freigegeben. (LXIII. S.32/33)

Bismarckstraße 50 um 1924 © Strempel
Bismarckstraße 50 um 1924 © Strempel

1924:
Im November herrscht Hochwasser.

Die Saar führt Hochwasser
Die Saar führt Hochwasser
1925: Blick in die Rathausstraße
1925: Blick in die Rathausstraße

1926:
Baubeginn der ev. „Versöhnungskirche“ zwischen Post- und Moltkestraße. Die neue Kirche, im rheinisch-fränkischen Barock errichtet, wurde zunächst mit dem Namen „Stadtkirche“ am 13. Mai 1928 eingeweiht.
Das Leben in Völklingen wurde durch die Familie Röchling geprägt. Als größter Arbeitgeber bestimmte Hermann Röchling nicht nur über die Hütte, sondern auch über die Politik in Völklingen. Er wirkte auch beim Bau der evangelischen „Versöhnungskirche“ mit, in der die Familie Röchling sogar auf dem Deckengemälde mit abgebildet ist.

1927:
Einwohnerzahl: 20059

1928:
16. Januar Hochofenexplosion 13 Tote.
Einweihung der Straßenbahnlinie Völklingen-Luisenthal.
Bau und Einweihung des Stadions.(LXIII. S.37)

Die Versöhnungskirche, eingeweiht 1928 (Foto: ca.1928)
Die Versöhnungskirche, eingeweiht 1928 (Foto: ca.1928)

 

1928-31:
Es erfolgt die Motorisierung der Feuerwehr. (LXIII. S.37)

1930:
Einwohnerzahl um diese Zeit: 20987
Bebauung in dieser Zeit:

Die Bebauung Völklingens 1931
Die Bebauung Völklingens 1931

1933:
Inbetriebnahme der neuen Autobuslinie Völklingen-Wehrden-Schaffhausen-Wadgassen-Differten-Friedrichweiler.
Josef Sieberin wurde am 15. Mai Bürgermeister.

1934/35:
Bau des St.Michael Krankenhauses als späterer „Nachfolger“ des alten St. Josefs Krankenhauses. Der Bau des St. Josefs Krankenhaus fiel 1972 der Stadtkernsanierung zum Opfer. (LXIII.)

Rückansicht des "Josefstifts" 1935 (Archiv Hell)
Rückansicht des „Josefstifts“ 1935 (Archiv Hell)

1935:
Bei der Saarabstimmung am 13. Januar stimmte in der Bürgermeisterei Völklingen 89,8% für die Rückkehr nach Deutschland.

1937:
Am 1. April erhielt die bisherige Bürgermeisterei Völklingen Stadtrechte. Die zuvor eigenständigen Gemeinden Wehrden, Geislautern, Fürstenhausen, und Fenne wurden der neuen Stadt einverleibt. Schon ein Jahr zuvor war der Bürgermeisterei Völklingen das Recht übertragen worden, das noch heute geltende Wappen zu führen.

Das offizielle Wappen der Stadt Völklingen (Verwendung amtlich genehmigt)
Das offizielle Wappen der Stadt Völklingen (Verwendung amtlich genehmigt)

Am 7. April 1937 wurde Helmuth Eder Bürgermeister
Die Ruinen der Martinskirche wurden völlig beseitigt.

Erster Spatenstich auf der Bouser Höhe (später Hermann-Röchling-Höhe).
Bau des Wasserturmes auf dem kleinen Kreuzberg, er selbst ist 25m hoch bei 327 Metern über NN und fasst 30m³.
19. November: 1. Fliegeralarmübung. (LXIII. S.41/42)

1938:
Völklingen hat 36120 Einwohner.
St.Michael wurde als Filiale von St.Eligius in der Kapelle des St.Michael-Krankenhauses eingerichtet.
Im Völklinger Stadtgebiet wurden 100 Westwallbunker in verschiedenen Größen erbaut, teilweise sind diese bis heute nicht entfernt. (LXIII. S.42)

1939:
Bei Kriegsbeginn hatte Völklingen 39.300 Einwohner.
Völklingen wurde zur Sperrzone erklärt und die Bevölkerung nach Mitteldeutschland evakuiert.
Dezember 1939: Alle Männer die auf der Hütte arbeiteten waren in großen Massenquartieren untergebracht, z.B. im Schlafhaus, Hüttenkrankenhaus und Richardstift.
Im Dezember und Januar wurden die Hüttenleute aus der Evakuierung zurückbeordert. Hermann Röchling begann den Bau zahlreicher Siedlungshäuser für seine Arbeiter auf der „Bouser Höhe“, (heute: „Hermann-Röchling-Höhe).

1940:
Nach der Beendigung des Frankreichfeldzuges konnte die Bevölkerung im Sommer zurückkehren und die durch die monatelange Abwesenheit und den Winter entstandenen Schäden an den Häusern beseitigen.

1940: Publikum bei einer Veranstaltung in der Poststraße © Strempel
1940: Publikum bei einer Veranstaltung in der Poststraße © Strempel

Ein Artelleriegeschoss der Franzosen zertrümmert am Pfingstmontag das Musikgeschäft Oberhofer in der Bismarckstraße.

Im Herbst werden Kriegsgefangenenlager für französische Soldaten errichtet, später wurden auch Lager für sowjetische Kriegsgefangene sowie für Zwangsarbeiter gebaut.
Standorte:

  • Lager Ost I Louis Röchling Straße
  • Lager Ost II
  • Lager hinter dem Schlafhaus
  • Lager Nauweiler Gewann
  • Lager Bismarckstraße
  • Lager Schule Wilhelmstraße 30
  • Lager Wehrden
  • Lager Geislautern
  • Lager Le Hoc
  • Lager Bismarckstraße 44
  • Lager Schulzenfeld
  • Lager Kraftwerk Fenne
  • Lager Am Leh
  • Lager Glashütte Fenne (Fa.Kreis)
  • Lager Saal Theis, Bismarckstraße
  • Lager Roma, Bismarckstraße
  • Lager Bürgerbräu am Alten Markt
  • Lager Drahtwerke Luisenthal
  • Lager Firma Wuppermann, Bismackstraße
  • Lager Firma Trockle (Wehrden)
  • Lager Obervölklingen
  • Lager Firma Hafner (Fürstenhausen)
  • Lager Heimer
  • Lager Rotenhof (Am Schutt)
  • Lager Kath. Vereinshaus
  • Lager Dyckerhoff & Widmann

(LXIII. S.44/45)

1941/42:
War ein sehr kalter Winter mit Temperaturen bis -20 Grad. Die Saar war auch in Völklingen zugefroren. (LXIII. S.46)

Völklingen 1935 - 1945
Völklingen 1935 – 1945

 

1943:
Unter dem Hindenburgplatz wird eine Stollenanlage gegen Fliegerangriffe erbaut. (LXIII. S.47)

1944:
Das Vorrücken der Alliierten gegen die deutsche Grenze erzwang im Dezember die zweite Evakuierung Völklingens. Wiederum blieb eine Notbelegschaft von 100 Mann auf der „Alten Hütte“ zurück. Schon seit November lag Völklingen unter starkem Artilleriebeschuss durch die Amerikaner, die das linke Saarufer besetzt hatten. Dabei entstanden große Schäden an vielen Gebäuden der Stadt. (LXIII. S.48)

1945:
Am 20. Mai besetzten amerikanische Truppen Völklingen und ernannten den Verwaltungsdirektor Limburg zum Bürgermeister. Am 10. Juli lösten die Franzosen die Amerikaner als Besatzungsmacht ab. Nach dem Ende der Kampfhandlungen begann die mühevolle Rückkehr der evakuierten Bevölkerung und der Wiederaufbau der beschädigten Stadt. Die Völklinger Hütte war im Wesentlichen unzerstört geblieben.

1946:
35.875 Einwohner

Dr. Tinnes Anton
Dr. Tinnes Anton

Dr. Anton Tinnes wurde ehrenamtlicher Bürgermeister.

1947:
Das Saarland wurde politisch unabhängig, wirtschaftlich an Frankreich angeschlossen. Nahrung, Kleidung und Brennmaterial waren rationiert und mussten durch Marken bezogen werden.
Dazu kam eine Hochwasserkatastrophe, bei der das Wasser so hoch stand wie noch nie zuvor.

Engel-Apotheke 1947 (Foto: Stadt VKL)
Engel-Apotheke 1947 (Foto: Stadt VKL)

1949:
Rudolf Trenz wurde Bürgermeister.

Trenz Rudolf
Trenz Rudolf

1950:
In der Erweiterung des Friedhofes wurde ein Fragment eines Denkmals des römischen Gittes Silvanus gefunden (Bericht Nr. der staatl. Denkmalpflege im Saarland, Saarbrücken).

Unterführung die in den Alten Brühl führte © Stadt Völklingen
Unterführung die in den Alten Brühl führte © Stadt Völklingen

1951:
Der am Marktplatz gelegene Gutshof der Völklinger Hütte wurde durch einen Großbrand zerstört.
Völklingen hatte 40.840 Einwohner.

Neubau Druckerei von der Eltz in der Poststraße vor der Versöhnungskirche 1951 © von der Eltz
Neubau Druckerei von der Eltz in der Poststraße vor der Versöhnungskirche 1951 © von der Eltz

1951-54:
An der Lortzingstraße wurde ein Neubau für das staatliche Mädchenrealgymnasium errichtet.

1953:
Vorbereitung zum Bau des neuen Walzwerkes der Völklinger Hütte im Nauweiler Gewann.
Einweihung der Brücke nach Fürstenhausen.

1954:
Grundsteinlegung zur Haydn-Schule.

Die Feuerwehr bekommt ihr heutiges „Zuhause“.

Völklingens zweite Drehleiter: Eine DL 22 auf Magirus-Deutz S3500 Fahrgestell von 1951 © Stadt Völklingen
Völklingens zweite Drehleiter: Eine DL 22 auf Magirus-Deutz S3500 Fahrgestell von 1951 © Stadt Völklingen

1955:
40.911 Einwohner

Das Saarland stimmte wieder zum Anschluss nach Deutschland.

1956:
Die Stadt Völklingen hatte 41.168 Einwohner.
Grundsteinlegung zum Bau der kath. Kirche St.Michael auf dem Rotenberg. Einweihung Ostersonntag, 7.4.1958.

1957:
Auf Initiative des Stadtrates und der Stadtverwaltung beschloss die saarländische Regierung, in Völklingen eine Mittelschule – die spätere Realschule – für Jungen und Mädchen zu gründen. Zunächst wurden die ehemaligen Volksschulgebäude in der Karl-Janssen-Straße bezogen, bis der Neubau in der Heinestraße zu Ostern 1961 für den Unterricht freigegeben wurde.

Richtfest an der neuen Realschule 1959
Richtfest an der neuen Realschule 1959

Inbetriebnahme des neuen Walzwerkes im „Nauweiler Gewann“.

Eröffnung des Residenz Kinos.

1959:
Das Saarland wird zum elften und damit jüngsten Bundesland der Republik Deutschland.

Die damals neue Sparkasse 1959
Die damals neue Sparkasse 1959

Am 19. April endete mit der Einstellung der Straßenbahnlinie Völklingen-Großrosseln das Straßenbahnzeitalter in Völklingen.

Vom 21. Mai 1960 bis 24. März 1999 tat die Völklingen, ein Küsten-Minensuchboot (Klasse 320) ihren Dienst für die Marine - übernommen von Lettland ist sie inzwischen außer Dienst
Vom 21. Mai 1960 bis 24. März 1999 tat die Völklingen, ein Küsten-Minensuchboot (Klasse 320) ihren Dienst für die Marine – übernommen von Lettland ist sie inzwischen außer Dienst (Das Foto zeigt wohl ein anderes Schiff!)

1961:
42.644 Einwohner

1962:
Es kam durch eine Schlagwetterexplosion zum größten Grubenunglück in der Geschichte des Saarbergbaus. Dieses Unglück forderte 299 Menschenleben.

Das Völklinger Stadtbad wird 1962 erbaut (Foto: 1963 Stadtarchiv)
Das Völklinger Stadtbad wird 1962 erbaut (Foto: 1963 Stadtarchiv)

1964:
Als durch das weitere Wachstum der Stadt Platzmangel im Rathaus kein effizientes Arbeiten mehr zuließ beschloss die Stadtverwaltung, am Marktplatz ein neues Rathaus zu bauen. Die Planierungsarbeiten begannen 1964. 1970 konnte das neue Verwaltungsgebäude bezogen werden.

Das "Neue Rathaus" im Bau, eine Aufnahme von 1967 (Bild: Stadt Völklingen)
Das „Neue Rathaus“ im Bau, eine Aufnahme von 1967 (Bild: Stadt Völklingen)

 

1965:
Völklingen wurde am 1. November der Status einer Mittelstadt verliehen. Erster Oberbürgermeister der Mittelstadt Völklingen wurde Otto Hemmer.

Hemmer Otto
Hemmer Otto

1967:
Hermann Röchling Junior schied aus der Völklinger Hütte aus.

1969:
Am 19. Mai übergab Oberbürgermeister Fischer den Verkehrskreisel am Amtsgericht und das Anschlussstück zur Fürstenhausener Brücke dem Verkehr.

Fischer Hans
Fischer Hans

Anfang September wurde mit dem Bau des Berufschulzentrums Völklingen begonnen. Nach Fertigstellung wird es eines der größten Berufsschulzentren des Saarlandes sein.
Das neue Völklinger Postamt wurde im Dezember 1969 im Rohbau fertiggestellt.

1970:
Mitte Mai war eine der höchsten Hochwasserkatastrophen Völklingens zu verzeichnen. Am 10. und 11. Mai gingen rund 70L Wasser/qm nieder. Es wurde viel Materieller Schaden angerichtet. Der neue Verkehrskreisel und auch die Bahnhofsunterführung nach Wehrden standen unter Wasser und waren unpassierbar.
Das erste Parkhaus Völklingens (Parkhaus am PEKA) wurde seiner Bestimmung übergeben.

Das Passage-Kaufhaus eröffnet in Völklingen das erste Parkhaus (Foto: Archiv Stadt Völklingen)
Das Passage-Kaufhaus eröffnet in Völklingen das erste Parkhaus (Foto: Archiv Stadt Völklingen)

Die Jugendverkehrsschule am Rotenberg wurde eröffnet.

1971:
Gründung der „Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH“.

1972:
39.367 Einwohner

1974:
Durch die Gebietsreform wurden aus dem aufgelösten Amt Ludweiler-Warndt die Gemeinden Ludweiler und Lauterbach in die Mittelstadt Völklingen eingegliedert. Dadurch hatte Völklingen nun rd. 48.000 Einwohner.
Zahl der Arbeitsplätze auf der „Hütte“: 29.460
Das alte Postgebäude in der Poststraße wurde abgerissen.

1975-77:
Restaurierung des „Alten Rathauses“. Heute sind in dem Gebäude die Volkshochschule und die Stadtbücherei untergebracht.

Bau der Mehrzweckhalle, heute Hermann-Neuberger-Halle.

Die Hermann-Neuberger-Halle im Bau (Stadtarchiv)
Die Hermann-Neuberger-Halle im Bau (Stadtarchiv)

1980:
Das neue „Blasstahlwerk“ wurde auf der „Hütte“ in Betrieb genommen

Sicht Richtung Bahnhof Völklingen im Jahr 1985 vor Sanierungsarbeiten und der Globusneubau ist in Planung.
Sicht Richtung Bahnhof Völklingen im Jahr 1985 vor Sanierungsarbeiten und der Globusneubau ist in Planung.

1982:
Am 1. Juli übernahm ein Luxemburger Konzern das Völklinger Eisenwerk. Es entstand die „Arbed Saarstahl GmbH“.

Bahnhofsbereich 1985 (Quelle: Stadt Völklingen).
Bahnhofsbereich 1985/86 (Quelle: Stadt Völklingen).

1986:
Im Juli fuhr die „Völklinger Eisenhütte“ die letzte Schicht. Das „Eiserne Herz Völklingens“ stand still. Dies brachte eine sehr hohe Arbeitslosigkeit und Hoffnungslosigkeit mit sich. Nur noch das Blasstahlwerk produziert weiter.

1987:
Arbeitsplätze auf der „Hütte“: 9.412

Das Viertel rund um den Bahnhof muss für den Bau eines SB-Warenhauses weichen. (Stadtarchiv)
Das Viertel rund um den Bahnhof muss für den Bau eines SB-Warenhauses weichen. (Stadtarchiv)

Bau des Globus SB-Warenhauses in der Rathausstraße – der Stadtrat sieht im Bau dieses Kaufhauses eine große Chance für die Innenstadt.

1990:
46.164 Einwohner

1993:
Die Saarstahl AG stellt Konkursantrag, ein weiteres schwarzes Kapitel der Stahlindustrie im Saarland.

1994:
Die „Alte Völklinger Hütte“ , die in ihrer Gesamtanlage erhalten war, wurde in die Liste der Kulturdenkmäler der UNESCO aufgenommen. Damit war das Bauwerk vor dem Abriss bewahrt und seine Instandhaltung gefordert. Die Hütte ist nun „Weltkulturerbe“ und Völklingen baut seit her auf Touristen.

1994 wird die Roheisenproduktion der Völklinger Hütte zum Weltkulturerbe. (Foto: Thomas Hell)
1994 wird die Roheisenproduktion der Völklinger Hütte zum Weltkulturerbe. (Foto: Thomas Hell)

Sanierung des Schlauchtrockenturmes der Feuerwehr.

Die Freiwillige Feuerwehr Völklingen 1995 (Foto: Thomas Hell)
Die Freiwillige Feuerwehr Völklingen 1995 (Foto: Thomas Hell)

 

Bebauung 1995.
Bebauung 1995.

1996:
Die „Neptun“, ein ausgemustertes Schiff der Marine, wird nach Völklingen verlegt.

Freiwillige Feuerwehr Völklingen

Die Freiwillige Feuerwehr Völklingen um 1996, die Fahrzeuge von links nach rechts:
1. Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 (Mercedes-Benz LAF 1113 B)
2. Tanklöschfahrzeug (Magirus-Deutz F 200 D 16) – heute bei Saarstahl im Dienst
3. Rüstwagen RW2 (MAN 12.232)
4. Löschgruppenfahrzeug LF 16 (Mercedes-Benz LAF 1113)
5. Drehleiter mit Korb DLK 23/12 PLC II (Mercedes-Benz 1426 F (Schwere Klasse SK 88)) – heute läuft dieses Fahrzeug in Ludweiler
6. Vorausrüstwagen (Mercedes-Benz LF 1113 B)
7. Einsatzleitfahrzeug (Mercedes-Benz T1) – heute außer Dienst
8. nicht sichtbar: ein MAN 450, genannt „U-Boot“ – außer Dienst
9. Die „Oma“ (verm. Magirus Deutz 750 o.Ä.) – außer Dienst
10. Kleineinsatzfahrzeug KEF (Mercedes-Benz G-Klasse)

1999:
Das Minenjagdboot M1087 „Völklingen“ wird am 23.03.1999 außer Dienst gestellt. Sie wird an die Letische Marine verkauft, und wird dort weiter ihren Dienst tun, bis sie 2009 -inzwischen unter dem Namen „M03 Namejs“- auch dort außer Dienst gestellt wird.

2000:
Auf dem Gelände der ehemalige Martinskirche sollte ein Supermarkt gebaut werden. Das Landeskonservatoramt führt Notgrabungen durch. Dabei traten sehr interessante Entdeckungen zu Tage.

Durch einen Knochenfund bei Aushubarbeiten wurde man wieder auf die Martinskirche und den sie umgebenden alten Friedhof aufmerksam. (Foto: SZ/Archiv BI Alter Brühl)
Durch einen Knochenfund bei Aushubarbeiten wurde man wieder auf die Martinskirche und den sie umgebenden alten Friedhof aufmerksam. (Foto: SZ/Archiv BI Alter Brühl)

2001:
Die Bürgerinitiative „Alter Brühl“ erreichte mit Hilfe der Bevölkerung und über 3000 Unterschriften, dass der Stadtrat einstimmig beschloss das Gelände zurückzukaufen, um so weitere Forschungen und Grabungen sicherzustellen.
Im Sommer wurde aus der Bürgerinitiative der Verein „Bürgerinitiative Alter Brühl e.V.“
Die Ausgrabungen an der Martinskirche wurden im Oktober Winterfest mit Sand zu geschüttet. In Völklingen besteht zu diesem Zeitpunkt die Hoffnung auf weitere Grabungen im Jahr 2002.

In Völklingen wurden Anfang Februar 43.232 Einwohner gezählt davon waren 20.831 Einwohner Männer und 22.401 Einwohner Frauen.
In Völklingen lebten 2.655 Arbeitslose (Arbeitslosenquote in % 15,1).

Die Saarstahl AG ist aus dem Konkursverfahren raus, das schwarze Kapitel der saarländischen Stahlindustrie ist abgeschlossen.

2002:
Die Ausgrabungen an der Martinskirche werden fortgesetzt, 2003 soll es auch wieder weiter gehen.

Giro Italia kommt nach Völklingen.

Das Defizit im Haushalt der Stadt Völklingen beträgt 33,5 Mio. Euro.

Einwohnerstatistik Stand März 2002:

Stadtteile Einwohner Männlich Weiblich
Stadtmitte 12867 6124 6743
Fenne 1023 515 508
Fürstenhausen 2650 1259 1391
Geislautern 3163 1493 1670
Heidstock 4745 2267 2478
H.-R.-Höhe 1499 708 791
Luisenthal 1892 970 922
Lauterbach 2753 1349 1404
Ludweiler 6470 3088 3382
Wehrden 5624 2725 2899
GESAMT 42686 20498 22188

 

 

Gesamtfläche 67,1 km²

davon:

 

Gebäude- und Freifläche 19,0%
Betriebsfläche 1,8%
Erholungsfläche 1,5%
Verkehrsfläche 6,0%
Landwirtschaftsfläche 13,3%
Waldfläche 57,0%
Wasserfläche 0,9%
Flächen anderer Nutzung 0,5%

Bevölkerungsdichte (Einwohner / km²): 640

Privathaushalte: 21.603

Wohngebäude: 9870

Stand: 30.06.2001 / Quelle: Broschüre

Lage:

nördliche Breite: 49° 15`

östliche Länge: 6° 51`

höchster Punkt (üNN) 327,8 m

tiefster Punkt (üNN) 182,0 mSozialversicherungspflichtig:

 

1. Gebietkörperschaften, Sozialversicherungsträger 245
2. Land- und Forstwirtschaft 24
3. Energie, Bergbau 2.480
4. verarbeitendes Gewerbe 4.997
5. Baugewerbe 1.142
6. Handel 2.531
7. Kreditinstitute, Versicherungsgewerbe 253
8. Verkehr und Nachrichtenübermittlung 428
9. sonstliche Dienstleistung 3.271
10. Organisationen ohne Erwerbszweck, private Haushalte 175
Gesamt 15.546
Stand: 30.06.2001 / Quelle: Broschüre

2003:
Klaus Lorig (CDU) wird neuer Oberbürgermeister der Stadt Vöklingen, Jochen Dahm (CDU) wird trotz SPD-Mehrheit im Stadtrat Bürgermeister.

Lorig Klaus
Lorig Klaus

Das Defizit im Haushalt der Stadt Völklingen beträgt 36 Mio. Euro.

2004:
Die Ausgrabungen an der Martinskirche werden auch in diesem Jahr fortgesetzt.

Im August 2004 fand der erste Spatenstich statt für das neue Krematorium. 2,5 Millionen Euro sollen investiert werden, damit ab dem Frühjahr 2005 Feuerbestattungen in Völklingen möglich sein werden.

Die Stadt schreibt grüne Zahlen in der Haushaltskasse, das Haushaltsdefizit beträgt noch 33,8 Mio Euro.

2005:
Die Ausgrabungen an der Martinskirche werden auch im Jahr 2005 fortgesetzt.

Das neue Krematorium beginnt mit ersten Kremierungen. Um die neue Anlage wirtschaftlich betreiben zu können bedarf es einer Auslastung von 1200 Verbrennungen pro Jahr.

Das neue Krematorium am Kreuzberg.
Das neue Krematorium am Kreuzberg.

Das Defizit im Haushalt der Stadt Völklingen beträgt nur noch 13,9 Mio. Euro.

2006:
Kauf und Abriss des „Möbelhauses Storch“ in der Innenstadt. Die Ausgrabungen an der Martinskirche werden auch in diesem Jahr fortgesetzt, finanziert durch die Stadt Völklingen.

Das Defizit im Haushalt der Stadt Völklingen beträgt 22,8 Mio. Euro.

2007:
Die wohl vorerst letzte Ausgrabung an der Martinskirche findet statt, wieder finanziert durch die Stadt Völklingen. Das Gelände rund um die Martinskirche soll laut Stadt begrünt werden, wie und welche Rolle die Martinskirche dabei spielt ist bisher offen.

Sanierung der Jugendstil-Häuser
Sanierung der Jugendstil-Häuser

Die Jugendstilhäuser der Rathausstraße werden im Rahmen von „Stadtumbau West“ saniert.
Sanierung des Hermann-Neuberger-Stadions.
Das Defizit im Haushalt der Stadt Völklingen beträgt 23,9 Mio. Euro.

Eine „Saarstahl-Skulptur“ des Künstlers HD Schrader wird an der B51 vor dem Torhaus 10 aufgestellt.

2008:
Abriss des Querriegels des Kaufhof-Gebäudes (ehemals „PEKA“). Durch den Abriss erhält die Rathausstraße ein absolut neues Gesicht.

 

Wolfgang Binz wird Nachfolger von Jochen Dahm als Bürgermeister.

Das Defizit im Haushalt der Stadt Völklingen beträgt nur noch 5,2 Mio. Euro.

2009:
Das Defizit im Haushalt der Stadt Völklingen beträgt wieder 23,8 Mio. Euro.

Im „Megawahljahr 2009“ fallen im Juni die ersten Entscheidungen. Neben der Europawahl finden Stadtrats und Ortratswahlen statt. Der Stadtrat der Stadt Völklingen setzt sich wie folgt zusammen:

Partei
Prozentualer Anteil
CDU
31,36 %
SPD
31,8 %
Grüne
4,60 %
FDP
5,56 %
Die Linke
17,91 %
Freie Wähler
4,92 %
NPD
4,57 %

 

2010:
Neugestaltung der Forbacherpassage, sowie Baubeginn des „Völklinger Carree“ in der Poststraße.

Das Defizit im Haushalt der Stadt Völklingen beträgt 56,8 Mio. Euro.

Oberbürgermeisterwahl 2010:
Wahlberechtigte: 30.228
Wahlbeteiligung: 45,9%
Gültige Stimmen: 13.679
Ungültige Stimmen: 210

CDU – Lorig, Klaus: 8.395 also 61,37 %
SPD – Degen, Norbert: 3.721 also 27,20 %
DIE LINKE – Schramm, Astrid: 1.069 also 7,81 %
NPD – Franz, Frank: 494 also 3,61 %

(Zwischenergebnis (05.09.2010 18:54))

2011:
Fertigstellung des „Völklinger Carree“.
Die Globus SB-Warenhaus Holding GmbH & Co. KG investiert in Völklingen im zweistelligen Millionenbereich in ein weiteres, moderneres Parkhaus. Dies ist die größte Baustelle in der Innenstadt, seit dem Globusbau selbst.

Der Stadtrat beschließt die Resulution der Stadt Völklingen. Grund dafür ist die Vermutung, dass in den letzten Jahren mehrere Brände vermutlich aus Fremdenhass gelegt wurden – die Polizei ermittelt noch (Stand 15.12.2011). Das Defizit im Haushalt der Stadt Völklingen beträgt voraussichtlich 66,8 Mio. Euro.

2012:
Die Karl-Janssen-Straße wird im Abschnitt zwischen Bismack- und Moltkestraße umgestaltet. Sie wird in Zukunft wieder zweispurig da sie um eine Busspur erweitert wird. Dies ist die 1. offizielle Maßnahme die zum geplanten CityCenter-Bau gehört.

Das voraussichtliche Defizit im Haushalt der Stadt Völklingen wird mit 98,9 Mio. Euro beziffert.

Stolperstein zum Gedenken an Fredi Wiedersporn. © Andreas Hell
Stolperstein zum Gedenken an Fredi Wiedersporn. © Andreas Hell

In den Stadtteilen Wehrden und Ludweiler werden die ersten Stolpersteine verlegt.

Panoramablick über die Stadt - Danke an die FFW Völklingen, die diesen einmaligen Blick ermöglicht hat! © Andreas Hell Bild anklicken für Großansicht!
Panoramablick über die Stadt – Danke an die FFW Völklingen, die diesen einmaligen Blick ermöglicht hat! © Andreas Hell
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Einwohnerdiagramm, basierend auf den Einwohnerzahlen auf unserer Webseite
Einwohnerdiagramm, basierend auf den Einwohnerzahlen auf unserer Webseite

2013:
Bundespräsident Joachim Gauck besucht erstmals das Weltkulturerbe Völklinger Hütte.

2013 besuchte Bundespräsident Joachim Gauck das Weltkulturerbe Völklinger Hütte (Foto: Hell)
2013 besuchte Bundespräsident Joachim Gauck das Weltkulturerbe Völklinger Hütte (Foto: Hell)

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