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Die Bahnstrecke Saarbrücken – Völklingen – Trier: Die Saar(tal)strecke

Letzte Kursbuchnummer: 685
Streckennummer: 3230
Spurweite: 1435 mm
Streckenlänge: 88,3 km
Höchstgeschwindigkeit: 110 km/h
Besonderheit: mit 99 Kurven sehr kurvenreich

1850:
Die preußische Regierung verpflichtet sich, den Bahnbau von Trier nach Saarbrücken durch das Saartal in die Hand zu nehmen.

1855:
Die Baukosten der Saartalbahn werden auf 6.000.000 Taler geschätzt, diese reichen allerdings nicht aus – es mussten 2,6 Mio mehr investiert werden.

1856:
Berliner Beschluss: Die Bahn wird auf Staatskosten gebaut.

1858:
Erste Probefahrten auf der Saartalstrecke durch den Erbauer „Königliche Saarbrücker Eisenbahn“.

1860:
Eröffnung Strecke Saarbrücken – Merzig – Trier.

Bild des 1. Völklinger Bahnhofs aus dem Jahre 1860 (Rückansicht)
Bild des 1. Völklinger Bahnhofs aus dem Jahre 1860 (Rückansicht)

1870/71:
Der Bahnhof wird im Krieg zum Ziel französischer Artillerie, die vom Hühnerscharberg versuchen den Bahnverkehr stillzulegen

1893:
Bau des heute noch erhaltenen „Alten Bahnhofs Völklingen“ ein langgestreckter, dreiglidriger Bau. Er hatte ein Langhaus mit Anbau auf östlicher Seite. Erwähnenswert ist auch die über alle Geschosse reichende Empfangshalle, sowie der fast gleich hohe Wartesaal, beide mit reich verzierten Holzdecken versehen. Zur gleichen Zeit endstand die Unterführung zu den Gleisen 2-5, um die Pendlerströme sicher in die Stadt b.z.w. zu ihren Arbeitsplätzen zu führen. Bereits 1894 konnte der Bahnhof eröffnet werden.

Ein Bauentwurf von vor 1893
Ein Bauentwurf von vor 1893

1895:
Bildung der preußischen Eisenbahn.

1914-1918:
Erster Weltkrieg: starker Zugverkehr über die Saartallinie durch Truppentransporte.
Die Strecke wird getrennt:
Südlich von Mettlach sind die Eisenbahnen des Saargebietes (SAAR) zuständig, nördlich die Deutsche Reichsbahn.

1931:
Ein Schnellzug entgleist in Völklingen, ein Toter ist zu beklagen.

1935:
Rückgliederung ans Deutsche Reich, die Strecke gehört nun zur Reichsbahndirektion Saarbrücken.

Völklinger Bahnhof im Jahre 1936
Völklinger Bahnhof im Jahre 1936

 

1939:
Der zweite Weltkrieg beginnt, was Militärtransporte und Evakuierungszüge zur Folge hat.

1947:
Erneut wird die Strecke aufgeteilt:
Südlich von Saarhölzbach ist nun die EdS zuständig, die Eisenbahnen des Saarlandes. Nörtlich die neue Südwestdeutsche Bahn, ab 1951 die Deutsche Bahn.
In dieser Zeit wird geplant die Strecke zu elektrifizieren, dazu sollte das französische Stromsystem übernommen werden.

1952:
Verlegung von Staatsgleisen im Nauweiler Gewann.

1955:
Inbetriebnahme der neuen Gleistrasse zwischen Bous und Völklingen, diese alte Trasse nutzt heute die B51.

1959:
Erst mit der zollrechtlichen Eingliederung des Saarlandes fallen die Grenzkontrollen in Mettlach weg.

1962:
Die elektrischen Fahrleitungen, erschlossen von Saarbrücken bis Völklingen, werden unter Strom gesetzt. Es folgen bis 1972 der Abschnitt bis Saarhölzbach, bis 1973 Trier.

1964:
Ein neues Gleisbildstellwerk ersetzt drei alte Stellwerke in Völklingen.

1971:
Die neue Gleistrasse wird zwischen Bous und Völklingen in Beriebgenommen.
Baubeginn eines Werksbahnhofs im Nauweiler Gewann in Völklingen, er wird 1972 eingeweiht.

1973:
Die Züge Saarbrücken-Trier fahren nun alle Elektrisch.

1976:
Der letzte Dampfzug passiert u.A. den Bahnhof Völklingen.

1979:
Zwischen Luisenthal und Völklingen stoßen zwei Güterzuge zusammen.
Im Dezember wird der Flüssigeisenverkehr zwischen der Dillinger Hütte und dem neuen Blasstahlwerk Völklingen aufgenommen.

© I. Weidig
© I. Weidig

1992:
Schließung des „Alten Bahnhofs“ in Völklingen nach Einweihung des neuen Gebäudes.
Der „Alte Bahnhof“ wird unter Denkmalschutz“ gestellt.

Blick heute bei Einfahrt aus Saarbrücken auf den neuen Bahnhof Völklingen (rechts) und das Weltkulturerbe (Foto Andreas Hell 2001)
Blick bei Einfahrt aus Saarbrücken auf den neuen Bahnhof Völklingen (rechts)
und das Weltkulturerbe (Foto Andreas Hell 2001)

2008:
150 Jahre Saartal-Eisenbahnstrecke

2010:
Die Schweizerische Bundesbahnen stellt bis 2010 die Lokomotiven für den Roheisenpendel Dillinger Hütte – Blasstahlwerk Völklingen.

© www.Saarlandbahnen.de.vu
© www.Saarlandbahnen.de.vu

2012:
Bau der Station Burbach-Mitte.


Der Streckenverlauf der Saarstrecke ab Saarbrücken Hauptbahnhof

 

Kilometer Wegpunkt
0,0 Saarbrücken (Hauptbahnhof)
Überquerung der B268
2,5 Saarbrücken-Burbach
4,1 Burbach-Mitte (ab 2013)
6,5 Luisenthal (Saar)
Überquerung der B51
10,7 Völklingen
16,1 Bous (Saar)
Überquerung der B51
19,6 Ensdorf (Saar)
Überquerung der B405
23,5 Saarlouis
Überquerung der B51
Überquerung der A6
Überquerung Prims
Zufahrt zur Dillinger Hütte/Primstalbahn
27,0 Dillingen (Saar)
31,9 Beckingen (Saar)
35,9 Fremersdorf
39,2 Merzig (Saar)
40,3 Merzig (Saar) Stadtmitte
Überquerung der B51
44,4 Besseringen
Saarschleifen-Tunnel (Mettlacher Tunnel, 1196 m)
Überquerung der B51
46,7 Mettlach
54,9 Taben
59,8 Saarhölzbach
Landesgrenze Rheinland-Pfalz/Saarland
61,2 Serring
64,8 Saarburg
69,0 Schoden-Ockfen
72,2 Witlingen (Saar)
74,8 Kanzem
79,2 Konz
81,6 Karthaus
2x Überquerung der B51
Überquerung der B268
85,6 Trier-Süd
87,2 Trier (Hauptbahnhof)

 


Bilder